Bundeshaushalt: Erstmals 50 Millionen Euro für Games-Förderung eingeplant
veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2019

Start der deutschen Games-Förderung für kleinere Projekte

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Die Games-Branche gewinnt auch in  Deutschland immer mehr wirtschaftliche Bedeutung. Im vergangenen Jahr kündigte die Bundesregierung erstmals eine Förderung von rund 50 Millionen Euro für Games an: Diese soll in zwei Phasen erfolgen. Die erste Phase startet nun mit der Möglichkeit, Anträge zur Förderung kleinerer Games-Projekte einzureichen. Wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kürzlich angekündigt hat, kann ab Anfang Juni die De-minimis-Förderung (lat. für “um Kleinigkeiten”) beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beantragt werden. Pro Unternehmen stehen hierbei bis zu 200.000 Euro als Fördermittel zur Verfügung. Durch die geringe Fördersumme bedarf es keiner Notifizierung durch die EU-Kommission. Das ermöglicht einen schnelleren Start der Förderung.

Sich das Know-how der Games-Branche zunutze machen

Ziel der Förderung ist es Computer- und Videospiele zu unterstützen, die kulturell und pädagogisch wertvoll sind. Die Entwicklung digitaler Spiele ist mit einer hohen Innovationskraft verbunden. Durch Neuerungen in der Games-Branche profitieren auch andere Bereiche, wie die Film-, Architektur- oder Baubranche von dem Know-how der Spieleentwickler. Die Förderung gewährleistet, dass die Quantität und Qualität deutscher Spiele weiter wächst.

Kleine Unternehmen profitieren von deutscher Games-Förderung

In der ersten Phase der deutschen Games-Förderung profitieren kleine Unternehmen von der Unterstützung der Bundesregierung. Es können sowohl Prototypen als auch die Entwicklung  eines digitalen Spiels gefördert werden. Dabei kann die De-minimis-Förderung eine Höhe von maximal 50 Prozent der Projektkosten abdecken. Start-ups erhalten sogar die Möglichkeit,  einen Bonus von bis zu 20 Prozent zusätzlich zu den 50 Prozent zu bekommen. Die Games-Förderung des Bundes kann mit anderen Zuschüssen kombiniert werden.

Ich begrüße die Bundesförderung für digitale Spiele. Besonders in der ersten Phase bietet sich für kleine Unternehmen die Möglichkeit ihre Projekte zu realisieren und so den Games-Standort Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin zu stärken.

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