#stayhomeplaytogether: Games-Branche geht gemeinsam gegen die Coronakrise an
veröffentlicht von Martin Lorber am 03. März 2020

#stayhomeplaytogether: Games-Branche geht gemeinsam gegen die Coronakrise an

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Egal ob digitale Spiele, Filme, Serien oder Bücher: Medien aller Art sind in Zeiten des Coronavirus für besonders viele Menschen eine willkommene Abwechslung im Alltag zu Hause. Natürlich stellt die aktuelle Situation auch die Games-Branche selbst vor Herausforderungen. 

Die Games-Branche meistert die Krise

Rund 8 von 10 Unternehmen (84 Prozent) der deutschen Games-Branche sagen, dass sie die Krise aktuell noch gut gemeistert bekommen. So arbeiten mittlerweile bei rund 9 von 10 Unternehmen die Mitarbeiter aus dem Home Office (87 Prozent). Dies belegt eine aktuelle Mitgliederumfrage des game – Verband der deutschen Games-Branche

Zukunftsprognosen für die Games-Branche

Allerdings geben knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen (62 Prozent) an, dass sich ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kurzfristig verschlechtern werden. Mit kurzfristig negativen oder sogar sehr negativen Auswirkungen auf ihren Geschäftsbetrieb rechnen ebenso viele Unternehmen (62 Prozent). Hinzu kommt, dass immer mehr Unternehmen in finanzielle Not zu geraten drohen. Der game fordert deshalb besonders schnelle und unbürokratische staatliche Hilfen. 

Games-Branche: Schnelle und unbürokratische Unterstützung gefordert

Besonders herausfordernd ist die aktuelle Lage beispielsweise für Veranstalter, Dienstleister oder im Bereich eSport. Die Umfrage des game zeigt auch, dass der Zugang zu Zuschüssen und Krediten dringend beschleunigt werden muss. Dazu sollte die Grenze der prüfungsfreien Kredite erhöht und die Haftung der Hausbanken in dem Maße von der KfW übernommen werden, dass zeitaufwendige Bonitätsprüfungen auf ein Minimum reduziert werden oder gar entfallen können. Die geplanten Rettungswege drohen sonst in vielen Fällen ins Leere zu laufen. Gleichzeitig zeigt die Umfrage auf, dass für Spieleentwickler und Publisher in diesen Zeiten besonders die schnelle und unbürokratische Unterstützung durch die Förderinstitutionen auf Bundes- und Landesebene entscheidend ist. Der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur angekündigte vorzeitige Maßnahmenbeginn für De-minimis-Anträge kann dabei als erster guter Schritt in die richtige Richtung angesehen werden. 

#stayhomeplaytogether: Starkes Engagement der Games-Branche

Gleichzeitig zeigt die Mitgliederumfrage des game, dass viele Unternehmen und Institutionen der Games-Branche während der Coronakrise Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren. So gibt es auf der Website der Stiftung Digitale Spielekultur beispielsweise eine Auflistung von Games mit pädagogischem Potenzial, die insbesondere in Zeiten des Schulausfalls helfen können. Viele Unternehmen bieten in dieser Zeit Spiele auch kostenfrei an, andere nutzen ihre umfangreichen Rechnerkapazitäten für das Forschungsprojekt „Folding@home“, mit dessen Hilfe die Wissenschaft das Coronavirus bekämpft. Unter dem Titel „Stay Safe!“ findet ein Game Jam statt, bei dem am kommenden Wochenende Spieleentwickler innerhalb von 48 Stunden Spiele aus dem Home-Office entwickeln werden. Der game lädt alle Spieler und Entwickler dazu ein, diese und weitere Beispiele unter dem Motto „Stay home & play together“ und dem dazugehörigen Hashtag #stayhomeplaytogether in den sozialen Netzwerken weiterzuverbreiten. So kann die Games-Branche auf die vielfältige Hilfe hinweisen, die Games in der aktuellen Krisensituation leisten können.

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