Sonderausstellung im Berliner Computerspielemuseum: Auf der Spur der japanischen Spielkultur
veröffentlicht von Martin Lorber am 06. Juni 2019

Sonderausstellung im Berliner Computerspielemuseum: Auf der Spur der japanischen Spielkultur

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In kaum einem anderen Land sind Spiele so sehr Teil der kulturellen Identität wie in Japan. Das Land blickt auf eine umfangreiche Spielegeschichte zurück, die natürlich auch schon die analogen Vorläufer digitaler Spiele mit einschließt. Japanische Video- und Computerspiele haben seit den späten 1970er Jahren einen großen Einfluss auf die internationale Spieleentwicklung. Bis heute übt die japanische Spielekultur eine besondere Faszination aus. Dennoch bleiben viele japanische Spiele für amerikanische und europäische Konsumenten schwer zu importieren.

Computerspielemuseum: Bonus Level Japan

Nun widmet das Computerspielemuseum in Berlin der japanischen Videospielkultur eine Sonderausstellung. Im Fokus der Veranstaltung steht die Entwicklungsgeschichte der dortigen Spieleindustrie, die öffentliche und private Spielkultur Japans sowie die wechselseitige Beziehung zwischen japanischer Spiele- und Popkultur. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine interaktive Reise durch die japanische Spielewelt und lädt sie dazu ein auf verschiedenen Spieleplattformen wie Heimcomputern, Mobilgeräten, Konsolen und auf Arcade-Automaten selbst zu spielen. Neben populären japanischen Computer- und Videospielen zeigt das Computerspielemuseum auch weniger bekannte Veröffentlichungen.

Computerspielemuseum: Kultur und Geschichte digitaler Spiele

Auch abseits der Sonderausstellung lohnt sich ein Besuch im Computerspielemuseum. Auf einer großen Fläche werden insgesamt mehr als 300 Exponate aus den verschiedenen Abschnitten der Spielgeschichte gezeigt. Darunter befinden sich seltene Originale, funktionstüchtige Klassiker und spielerische sowie interaktive Kunstwerke. 1997 wurde das Museum als weltweit erste ständige Ausstellung zur digitalen interaktiven Unterhaltungskultur eröffnet und begleitet seither – neben der eigenen Dauerausstellung mit über 300 Exponaten – eine Vielzahl nationaler wie auch internationaler Ausstellungen. Ziel ist es, das Verständnis von digitalen interaktiven Unterhaltungsmedien zu vertiefen und so die Medienkompetenz zu erhöhen sowie die Kultur und Geschichte von digitalen Spielen einem breitem Publikum zu vermitteln. Andreas Lange, der ehemalige Direktor des Computerspielemuseums Berlin, gab mir ein längeres Interview rund um Games und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft.

Laufzeit: 08. April 2019  bis 08. September 2019

Täglich 10:00 bis 20:00 (außer dienstags)

Der Eintritt ist normalen Ticket inbegriffen.

Kommentare
  1. Markus Keim sagt:

    Absolut verdient, werde euch definitiv einen Besuch abstatten o_O

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