Eurydike_Kopf
veröffentlicht von Martin Lorber am 11. November 2017

Evelyn Hriberšek mit Eurydike: Kunst trifft Computerspiel

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Computerspiele und ihre Ästhetik nehmen inzwischen immer öfter einen Platz in Kunst und Kultur ein. Ob in Musik, Theater oder Performances, das Medium Spiel bietet viele Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung. Die Spielen innewohnende Interaktivität integriert den Rezipient aktiv in das Kunstwerk, so dass er sein Erlebnis selber beeinflussen kann. Durch das daraus entstehende Spannungsfeld zwischen Narrativität und Spontanität entstehen vielfältige künstlerische Möglichkeiten. So aktuell beispielsweise in Evelyn Hriberšeks Kunstinstallation EURYDIKE in München.

Copyright by Evelyn Hribersek 2017

KUNSTINSTALLATION. MUSIKTHEATER. REAL LIFE GAME. MIXED REALITY EXPERIENCE. SCI-FI-ADVENTURE.

All diese Schlagworte finden sich in der Beschreibung von Hriberšeks EURYDIKE wieder. EURYDIKE bietet ein retrofuturistisches Universum und lädt den Besucher zu Grenzüberschreitung, Experiment und Selbstversuch ein. Wie in einem Live-Adventure-Spiel erforschen Besucher – jeweils alleine einen „Lost Place“ und tauchen in eine völlig neue Welt ein, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen: Losgelassen an einem unbekannten Ort, ausgestattet mit neuesten Technologien kreiert sich jeder Besucher in EURYDIKE seine sehr persönliche, exklusive, immersive Grenzerfahrung. Noch bis zum 19.11.2017 findet EURYDIKE in der Alten Feuerwache im Kreativquartier München statt. Tickets gibt’s hier.

Demokratisierung der Produktionsmittel bei Computerspielen

Ein schönes Beispiel, wie Kunst inzwischen das Medium Computerspiel für sich nutzt. Lange Zeit war die Produktion eines Spiels komplex und für Uneingeweihte schwierig zu realisieren. Eine gute Idee war nicht einfach umzusetzen und die benötigte Software musste langwierig programmiert werden. Künstlern mit begrenzten Ressourcen und Kenntnissen zur Programmierung war der Zugang quasi verwehrt, da der technische, personelle und finanzielle Aufwand einfach zu groß war . Inzwischen ist die technische Ausrüstung und das Know-How erschwinglich, so dass eine Demokratisierung der Produktionsmittel stattfand. Nicht nur Gamedesigner schaffen Kunst in Form von Spielen, auch „branchenfremde“ Künstler können nun Elemente und Techniken des Gaming einfach in ihre Kunstwerke integrieren. Eine schöne Entwicklung, wie ich finde.

Mehr zu EURYDIKE hier:

https://www.eurydike.org/behind

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