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veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2019

#gamechanger: Debatte über Herausforderungen der Games-Branche in Deutschland

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Das Medium digitales Spiel wird als wichtiger Wirtschaftsfaktor sowie innovatives Bildungs- und Kulturgut in Deutschland inzwischen von der Politik anerkannt und geschätzt. Nun geht es darum, Deutschland auch als internationalen Top-Standort für Games zu positionieren. Unter dem Motto ,,#gamechanger: Games made in Germany” lud der game – Verband der deutschen Gamesbranche zur gemeinsamen Diskussion mit Mitgliedern des Bundestages und Vertretern der Games-Branche ein. Thema der Veranstaltung: aktuelle Herausforderungen der Games-Branche in Deutschland.

Landeszentrum für eSport und Digitalisierung in Schleswig-Holstein geplant

Die Veranstaltung fand in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein in Berlin statt. In Schleswig-Holstein fiel kürzlich die Entscheidung, das erste Landeszentrum für eSport und Digitalisierung zu bauen. Die Stadt Kiel stellt gemeinsam mit dem Bundesland hierfür 250.000 Euro zur Verfügung. Im Zuge der Digitalen Woche in Kiel strebt man  eine Eröffnung des neuen Landeszentrums für eSport und Digitalisierung im September 2019 an. Als zentrale Anlaufstelle für eSport-Training soll das Landeszentrum Trainings- und Wettbewerbsräume für eSport-Events sowie geschultes Personal zur Vermittlung von Medienkompetenz für junge Menschen bieten.

Debatte über das Potenzial von eSport in Deutschland

eSport war auch während der gesamten ,,#gamechanger”-Diskussion das Hauptthema. Margit Stumpp (Bündnis 90/Die Grünen), Thomas Hacker (FDP), Dr. Jens Zimmermann (SPD) und Kai Whittaker (CDU/CSU) sprachen über das Potenzial, das eSport für Deutschland als Games-Standort birgt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther griff ebenfalls in einer Videobotschaft das Thema auf und gab so Impulse für die Podiumsdiskussion. Auch die Gemeinnützigkeit von eSport stand im Vordergrund – diese war erst kürzlich auch Thema der eSport-Anhörung im Bundestag.

Games-Förderung und erhöhter Fachkräftebedarf

Abseits vom eSport sprach man über weitere aktuelle Herausforderungen der Games-Branche in Deutschland. Konkret diskutierten die Teilnehmer über die Ausgestaltung des Games-Fonds, der mit 50 Millionen Euro im Bundeshaushalt für 2019 eingeplant ist. Auch der dringende Fachkräftebedarf stand zur Diskussion. Besonders kontrovers diskutiert wurden die zukünftigen Änderungen durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das vorsieht die Arbeitssuche in Deutschland für alle Nicht-EU-Bürger zu erleichtern.

Die diskutierten Themen auf der ,,#gamechanger”-Debatte verdeutlichen, dass Deutschland noch viel tun muss, um als Games-Standort mit anderen Ländern mithalten zu können. Auf dem Event wurden  die wichtigsten Herausforderungen für die nächsten Jahre festgehalten und debattiert; diese gilt es nun gemeinsam zu lösen.

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