25 Jahre USK - Wenn das kein Grund zum Feiern ist!
veröffentlicht von Martin Lorber am 09. September 2019

25 Jahre USK – Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Teilen auf:

2019 ist für die USK ein ganz besonderes Jahr. Seit ihrer Gründung 1994 gehört die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zu den wichtigsten Institutionen beim  Thema Jugendschutz für digitale Spiele in Deutschland. Ganze 25 Jahre lang steht sie nun schon sowohl Familien als auch uns Unternehmen beratend zur Seite. Mit den Jahren kamen imposante Zahlen und Statistiken zusammen, die die USK vorab auf Twitter veröffentlichte. In diesen 25 Jahren hat die USK insgesamt 47.000 Altersfreigaben vergeben und arbeitet mittlerweile mit 43 Mitgliedsunternehmen zusammen. Als freiwillige Selbstkontrolle der Games-Branche steht die USK für Verlässlichkeit von Alterskennzeichen bei digitalen Spielen. Darüber hinaus gestaltet sie den Wandel im Jugendmedienschutz durch Systeme wie die International Age Rating Coalition (IARC) aktiv mit. Seit diesem Jahr erstrahlt die Website der USK zudem in einem neuen Design.

Das Team der USK auf dem Festakt zum 25. Jubiläum.
Das Team der USK auf dem Festakt zum 25. Jubiläum.

Festakt zum 25-jährigen Jubiläum: Die USK feiert gemeinsam mit Experten der Games-Branche

Zum 25-jährigen lud die USK an diesem Dienstagabend zu einem Festakt in der Berliner Freiheit am Potsdamer Platz. Während der Feierlichkeiten diskutierten Experten über den Wandel des Jugendmedienschutzes und stießen über das Erreichte und das Kommende feierlich an. Auch mein Chef Jens Kosche und ich waren zu der Jubiläumsveranstaltung eingeladen. Es war ein munterer und ausgelassener Abend. Alle waren in Feierlaune und würdigten die großartige Arbeit und die immense Bedeutung der USK für die deutsche Spielelandschaft.

Elisabeth Secker, die Geschäftsführerin der USK, läutete den Festakt mit einer Begrüßungsrede ein und erinnerte kurz an die bisherige erfolgreiche Arbeit der USK. Ihre nachfolgenden Worte richteten sich an die Zukunft und die bevorstehenden großen Aufgaben der USK, insbesondere im Online-Bereich.

Elisabeth Secker, die Geschäftsführerin der USK, hielt die Begrüßungsrede.
Elisabeth Secker, die Geschäftsführerin der USK, hielt die Begrüßungsrede.

 

Wolfgang Hußmann, der Beiratsvorsitzende der USK, betonte in seiner Rede den künstlerischen Aspekt digitaler Spiele, der ebenfalls maßgeblichen Einfluss auf die Praxis der Altersfreigaben haben kann. Er dankte den Sichtern sowie den Sachverständigen der USK, die das Fundament dieser wichtigen Institution bildeten. Felix Falk (Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Gamesbranche) zeigte auf, dass Jugendschutz ein Teil der DNA der gesamten Gamesbranche sei. Viele andere Länder hätten von der USK gelernt.

Juliane Seifert (Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium) übermittelte Grüße der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die sich aufgrund anderer aktueller politischer Termine entschuldigen ließ. In Sachen Jugendmedienschutz sieht sie Politik, USK und die Anbieter in einer Verantwortungsgemeinschaft.

Politik, USK und die Anbieter in einer Verantwortungsgemeinschaft.
Juliane Seifert (Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium) sieht Politik, USK und die Anbieter in einer Verantwortungsgemeinschaft.

 

Andreas Bothe (Staatssekretär im Familienministerium NRW) betonte, dass die USK einen großen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir bei der Diskussion über digitale Spiele von den Risiken mehr zu den Chancen und Potentialen gekommen sind. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Obersten Landesjugendbehörden sei vorbildlich und das USK-Team leiste exzellente Arbeit.

USK: Podiumsdiskussion zum Wandel des Jugendmedienschutzes

Anschließend folgte die Podiumsdiskussion, an der sowohl Jens Kosche (Country Manager DACH, Electronic Arts) als auch Eva Bertram (Referatsleiterin Familienministerium NRW, Sabine Frank (Leiterin Regulierung, Verbraucher-, Jugendschutz, Google Germany), Dr. Wolfgang Kreißig (Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz, KJM), Nadine Schön (MdB, Stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) und Elisabeth Secker teilnahmen. Es war eine rege Diskussion zum Wandel des Jugendmedienschutzes. Jens Kosche erklärte, dass es das oberste Ziel von EA sei, allen Spielerinnen und Spielern ein sicheres und angenehmes Erlebnis zu bieten. Toxisches Verhalten gelte es zu unterbinden. Er sieht es außerdem als Aufgabe der Industrie an, den Eltern die entsprechenden technischen Mittel an die Hand zu geben. Als Beispiel führte er den EA-Account an, den Eltern entsprechenden Bedürfnissen ihres Kindes anpassen können.

Die Podiumsdiskussion zum Thema „Jugendschutz im digitalen Wandel: Ein Zukunftsmodell?“
Die Podiumsdiskussion zum Thema „Jugendschutz im digitalen Wandel: Ein Zukunftsmodell?“

 

Nadine Schön pflichtete Jens Kosche bei und betonte, dass alle zusammen (Industrie, Politik und Erziehungsberechtigte) an der Verbesserung des Jugendmedienschutzes arbeiten müssten. So könnten alle möglichen Risiken und Möglichkeiten berücksichtigt  und Familien entsprechend informiert werden. Denn es läge allein in der Hand der Eltern, was sie ihren Kindern mit auf den Weg gäben. Eva Bertram machte sich außerdem dafür stark, Kinder und Jugendliche mehr in die Diskussion zum Jugendmedienschutz einzubeziehen, um besser verstehen zu lernen, was Kinder und Jugendliche im Internet machen.

Politik, Unternehmen, Selbstkontrollen und Zivilgesellschaft sind verstärkt gefordert, kreative und flexible Lösungen zur Umsetzung eines modernen Jugendmedienschutzes zu finden. Die Veranstaltung zum 25. Jubiläum der USK hat deutlich gemacht, dass wir und unsere Partner auf einem guten Weg sind, Jugendmedienschutz auch in Zukunft wirkungsvoll mit zu gestalten – auch bei veränderten Nutzungsgewohnheiten und einer fortschreitenden Digitalisierung der Verbreitungswege.

Kommentare
  1. Sören Sbrzesny sagt:

    Alles Gute zum Jubiläum aber fragen Sie sich bitte ob Sie etwas gutes für die nächste Generation realisiert haben. Spielen ist kein Wissen Fach sondern ein Sucht. Ihr alle habt bestimmt Kinder und ob Sie auch süchtig danach sind dann haben Sie ein Fehler in Eure Erziehung gemacht. Diese Sucht nach Spiele wird unsere Gesellschaft nur verdummen also ich frage mich in wiefern helfen Sie diese Jugendliche mit Eure Aktivitäten

    1. Hallo Herr Sbrzesny,

      zum Thema Computerspielsucht habe ich schon 2014 sechs Thesen aufgestellt: https://spielkultur.ea.de/themen/forschung-und-wissenschaft/spiegel-streitgesprach-thesen-zum-thema-computerspiele-und-sucht-2/

      Die Industrie kommt der Präventionsaufgabe schon seit vielen Jahren nach. Es gibt technische Systeme wie Spielzeitbegrenzungen, ermüdende Avatare, Familientimer, Ruheboni oder Warnhinweise in Spielen. Gleichzeitig unterstützt die Industrie Aufklärungsmaßnahmen und Initiativen, die Kinder und Jugendliche zu einem angemessenen Spielverhalten anleiten. Als Familienvater weiß ich aber auch wie schwer es sein kann, Kindern einen verantwortlichen Umgang mit Medien und Computerspielen beizubringen. Wichtig ist es deshalb auch eigene Medienkompetenz zu erwerben und diese dem eigenen Nachwuchs weiter zu geben. Sonst mangelt es schlicht an Glaubwürdigkeit.

      Welchen Beitrag die USK zum Kinder- und Jugendschutz schon seit 25 Jahren leistet, können Sie auch in meiner Artikelserie nachlesen: https://spielkultur.ea.de/spielkultur-erklaert/usk-fuer-einen-sicheren-kinderschutz/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *