Internationale Computerspielesammlung: Zentrale Datenbank gestartet
veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2019

Internationale Computerspielesammlung: Zentrale Datenbank gestartet

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Für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Archivierung von digitalen Spielen gibt es eine tolle Neuigkeit! 2016 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, die weltweit größte Sammlung von digitalen Spielen in Deutschland zu ermöglichen. Die Internationale Computerspielesammlung (ICS) hat nun einen ersten wichtigen Schritt hinter sich gebracht. Denn ab jetzt ist die zugehörige Datenbank online verfügbar. Mit rund 40.000 Datensätzen ist so die einmalige und weltweit größte Games-Sammlung bereits digital erreichbar.

Internationale Computerspielesammlung: Games-Archive zusammengelegt

Ziel der 2018 gestarteten und von der Bundesregierung geförderten ersten Projektphase war es, die Games-Archive der Stiftung Digitale Spielekultur, des Computerspielemuseums, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle sowie des DIGAREC -Zentrum für Computerspielforschung der Universität Potsdam in einer zentralen Datenbank zusammenzuführen. Ab sofort ist die gemeinsame Datenbank über die Homepage der Internationalen Computerspielesammlung erreichbar. Zukünftig wird sie auch über die Deutsche Digitale Bibliothek zugänglich sein.

Sammlung digitaler Spiele soll physisch zugänglich gemacht werden

In der nun bevorstehenden zweiten Projektphase werden zukünftig rund 60.000 Titel an einem Standort zusammengeführt. Dadurch wird die konkrete Nutzung für Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit ermöglicht. Insofern unterscheidet sich die Aufgabe der ICS von der eines Museums: Die Sammlung und Archivierung steht klar im Vordergrund, kuratierte Ausstellungen wird es nicht geben.

Internationale Computerspielesammlung stärkt den Games-Standort Deutschland

Die ICS ist dank der Datenbank schon jetzt ein international beachteter Leuchtturm für das Medium und Kulturgut digitales Spiel. Durch den weltweit einzigartigen digitalen Katalog und die Expertise der Initiatoren wird die Computerspielesammlung den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland weiter stärken, auch da sie für die globale Öffentlichkeit zugänglich sein wird.

Ich freue mich sehr, dass immer mehr Großprojekte Games als kulturelles Erbe für die nachkommenden Generationen verfügbar machen. Gerade auch, weil sich die Praxis der Games-Preservation mit großen Herausforderungen – sowohl methodisch als auch rechtlich – konfrontiert sieht.

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