Interdisziplinäre Tagung zu Retro-Kulturen und digitalen Archiven in Köln
veröffentlicht von Martin Lorber am 01. Januar 2020

Interdisziplinäre Tagung zu Retro-Kulturen und digitalen Archiven in Köln

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Digitale Archive machen kulturelles Erbe zugänglich und bilden eine der wichtigsten Grundlagen für wissenschaftliche Analysen der  Geistes- und Kulturwissenschaften. Sie stehen aber auch vor einem Problem. Denn leider gestaltet sich die Umsetzung nicht so einfach wie bei analogen Medien. Neben technischen Problemen durch veraltete Speichermedien, stehen oftmals auch lizenzrechtliche Hürden der Archivierung digitaler Medien im Weg. Warum digitale Archivierung trotz aller Hürden eine wichtige und gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, zeigt sich unter anderem in dem Aufblühen von Retro-Kulturen und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit. Der Zusammenhang zwischen digitalen Archivierungspraktiken und Retro-Kulturen ist auch das zentrale Thema einer interdisziplinären Tagung: Am 31. Januar und 1. Februar laden die beiden Organisatoren Prof. Dr. Benjamin Beil (Medienwissenschaft, Universität Köln) und Jun. Prof. Dr. Marcus Erbe (Musikwissenschaft, Universität Köln) im Musiksaal der Kölner Universität dazu ein, sich über diese Thematik in einem fächerübergreifenden Diskurs auszutauschen. Unter Beteiligung internationaler Vertreter der Fächer Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Philologie wirft man in der zweitägigen Tagung einen vergleichenden Blick auf Retro-Phänomene in Musik- und Gaming-Kulturen und untersucht Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Archivierung digitaler Medien stellen.

Spannende Vorträge über Retro-Kultur, Archivierung und Musik

Besucher der interdisziplinären Tagung können sich über eine Vielzahl von spannenden Vorträgen freuen. So spricht unter anderem Dr. Jaakko Suominen (Universität Turku) über Games-Historiker als Archivare digitaler Medien und Ann-Marie Letourneur (Universität Marburg) über “Das punctum des Pixels – Retro als Erfahrungsqualität zeitgenössischer digitaler Spiele”. Auch musikwissenschaftliche Themen finden im Hinblick der Retro-Kulturen ihren Platz. Überaus interessant klingt unter anderem der Vortrag von Dr. Manuel Menke (Universität München), der über die Erinnerungskultur in einer mediengesättigten Gesellschaft spricht. Melanie Fritschs (Universität Berlin) Vortrag behandelt die Entstehung der Musikrichtung Chiptunes.

Die interdisziplinäre Tagung lohnt sich für all diejenigen, die sich für digitale Spiele, Archivierungspraktiken digitaler Medien, Musik und Retro-Kultur interessieren. Sie  findet am 31. Januar und 1. Februar im Musiksaal der Kölner Universität statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Weitere Informationen zur interdisziplinären Tagung gibt es auf der Website der Universität Köln.

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