gamesweekberlin 2019: Persönliche Highlights
veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2019

gamesweekberlin 2019: Persönliche Highlights

Teilen auf:

Als ich am frühen Montagmorgen im Zug nach Berlin saß, hörte ich im Deutschlandfunk schon einen ausführlichen Vorbericht zur gamesweekberlin. Zu Recht war da die Rede davon, dass Berlin mit der gamesweek wieder einmal zum Zentrum für digitale Spiele mit internationaler Ausstrahlung wird. Das Team vom Veranstalter Booster Space um Michael Liebe und die vielen Partnerorganisationen haben einriesiges Programm auf die Beine gestellt: Highlights sind unter anderem die Development- und Business-Konferenz Quo Vadis, das Event für junge, unabhängige und kreative Frauen in der Games- und Technologiebranche Womenize!, das Gamefest „für Familien und Gamer“, das künstlerische Festival A MAZE., den eSports Summit des ESBD und den Studying Games Summit von Clash of Realities, die als Gast dabei war. Ebenfalls integriert in die gamesweekberlin war der Deutsche Computerspielpreis, der nun schon auf eine zehnjährige Geschichte zurückblicken kann.

Empfang im Bundeskanzleramt

Zum Auftakt der Woche hat die Digitalministerin Dorothee Bär Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Deutschen Computerspielpreises ins Bundeskanzleramt zu einem kleinen Empfang geladen. Dorothee Bär erinnerte daran, wie sehr alle möglichen Branchen von den Technologien profitieren, die in der Gamesbranche entwickelt werden. Und da Digitalisierung „Chefinnensache“ sei, wie Dorothee Bär sagte, kam auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und nahm sich nicht nur Zeit für ein kurzes Grußwort, sondern auch für eine intensive Diskussion. Angela Merkel war bester Laune und stellte erst einmal fest, dass die Spielebranche die „Lebenszeit der Gamerinnen und Gamer versüßt“. Sie dankte Dorothee Bär dafür, dass sie sich als Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur intensiv und erfolgreich um den Computerspielpreis gekümmert habe. Es ist der Kanzlerin deshalb auch ein Anliegen, dass der Computerspielpreis – auch nach dem beruflichen Wechsel von Frau Bär als Staatsministerin für Digitalisierung – weiterhin von ihr betreut und deshalb offiziell im Kanzleramt angesiedelt wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit Felix Falk, dem Geschäftsführer des game - Verband der deutschen Games-Branche e.V.
Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit Felix Falk, dem Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.

 

Die Digitalisierung habe viele Möglichkeiten mit sich gebracht, sich einzubringen, das gelte auch für die digitalen Spiele. Und da der Rest der Welt nicht schlafe, wäre es wichtig, die Förderung von Spieleentwicklung in Deutschland verstärkt anzugehen. Neben der Förderung allgemein war auch das Thema Frauen in der Digitalbranche wichtig für die Kanzlerin.

gamesweekberlin 2019: Networking und spannende Panels

Angesichts der Fülle des Programms konnte ich leider nur an einem kleinen Teil der Veranstaltungen teilnehmen – zumal die gamesweekberlin traditionell immer auch für Treffen von Arbeitsgruppen des Branchenverbands game genutzt wird und ich die Chance nutzen wollte, viele internationale Kollegen zu treffen und Erfahrungen auszutauschen, beispielsweise im Bereich Jugendmedienschutz. Spannend war beispielsweise das Panel „How to capture a villain – character building with motion capture” mit Nina Franoszek und Jens Matthies (https://sched.co/LcUE) oder der Vortrag “My Way of Games Education” von Eric Zimmerman, der ja auch mehrmals bei der Clash of Realities in Köln war (https://sched.co/MUDw).

Das spannende Panel zum Thema Motion Capturing
Das spannende Panel zum Thema Motion Capturing

Deutscher Computerspielpreis 2019: Trüberbrook ist bestes deutsches Spiel

Der Deutsche Computerspielpreis fand in diesem Jahr im Admiralspalast statt, traditionell fand sich neben Vertretern der Branche auch die Politik ein, darunter mit Andreas Scheuer und Dorothee Bär die Bundesregierung, aber auch viele Bundestagsabgeordnete. Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer kündigte erste Schritte in der Umsetzung der Spieleförderung in Gesamthöhe von 50 Millionen an. Und Dorothee Bär forderte die Branche auf, sich noch stärker zu artikulieren, sich an gesellschaftlichen Debatten zu beteiligen. Der Preis und die Branche überhaupt hat große Unterstützung seitens der Bundesregierung und im Bundestag. Im Mittelpunkt stehen aber natürlich die Preisträger, allen voran Trüberbrook, dem Gewinner in der Kategorie Bestes deutsches Spiel.

Die Preisträger und Laudatoren des DCP 2019
Die Preisträger und Laudatoren des DCP 2019

 

Alle diesjährigen Preisträger finden sich hier: https://deutscher-computerspielpreis.de/preistraeger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *