Mehr als die Hälfte aller Eltern spielen gemeinsam mit ihren Kindern
veröffentlicht von Martin Lorber am 10. Oktober 2019

Neue Studien zum Jugendschutz: Die Medienkompetenz der Kinder liegt Eltern am Herzen

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Erst kürzlich feierte die USK ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung 1994 gehört die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zu den wichtigsten Institutionen beim Thema Jugendschutz für digitale Spiele in Deutschland. Ihre Alterskennzeichnungen sollen Eltern beim Kauf eines Spiels eine wesentliche Orientierungshilfe geben. Doch wie wichtig ist Eltern eigentlich das Thema Jugendschutz? Kürzlich hat der game – Verband der deutschen Games-Branche im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der USK die Ergebnisse einer aktuellen Befragung von YouGov vorgestellt. Das Fazit der Studie: Eltern in Deutschland ist der Jugendschutz bei digitalen Spielen ein wichtiges Thema.

Mehr als die Hälfte aller Eltern spielen gemeinsam mit ihren Kindern

So spielen etwa 53 Prozent der Eltern gemeinsam mit ihren Kindern digitale Spiele. Davon sind 64 Prozent ebenfalls Gamer und mit dem Medium digitale Spiele vertraut. Drei Viertel der Eltern (78 Prozent) achten darauf, wie viel Zeit ihre Kinder mit Computer- und Videospielen verbringen und 85 Prozent behalten die Ausgaben ihres Nachwuchses im Blick. Rund die Hälfte der Befragten (47 Prozent) nutzen außerdem technische Schutzmöglichkeiten, um beispielsweise die Spielzeit ihrer Kinder zu begrenzen. 46 Prozent der Eltern gaben zudem an, dass Computer- und Videospiele wichtige Kompetenzen vermitteln würden.

Besonders restriktiv zeigen sich die Eltern übrigens in Bezug auf Online-Käufe in digitalen Spielen oder Apps. 45 Prozent der befragten Eltern sprechen sich in Bezug auf ihre eigenen Kinder für ein generelles Verbot von In-App-Käufen aus, so das Ergebnis einer Studie des europäischen Forschungsverbundes EU Kids Online zu Online-Erfahrungen von 9- bis 17-Jährigen.

Für modernen Jugendmedienschutz sind alle gefordert

Die Bedeutung möglichst effektiver Kinder- und Jugendschutzmaßnahmen sollte trotz der vielen neuen Möglichkeiten digitaler Medien nicht unterschätzt werden. Die Studie vom game zeigt auf, dass bereits eine Mehrheit der Eltern in Deutschland diesen Aspekt auch nicht vernachlässigt. Durch das gemeinsame Spielen behalten sie beispielsweise stets den Überblick über den Medienkonsum ihrer Kinder. Dennoch sind Politik, Unternehmen und Selbstkontrollen ebenfalls weiterhin gefordert, kreative und flexible Lösungen zur Umsetzung eines modernen Jugendmedienschutzes zu finden. So wird es letztlich auch den Eltern leichter gemacht, die Medienkompetenz ihres Nachwuchses auch in Zukunft stark selbst zu fördern.

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