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veröffentlicht von Martin Lorber am 11. November 2019

Nachruf: FDP-Politiker Jimmy Schulz ist gestorben

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Er gehörte zu den führenden Stimmen der Netzpolitik und setzte sich für die Freiheit des Internets ein. Mit nur 51 Jahren ist der Bundestagsabgeordnete an diesem Montag, den 25.11.19, seinem Krebsleiden erlegen.

Seit dem Wiedereinzug der FDP ins Parlament bei der Bundestagswahl 2017 war Jimmy Schulz Vorsitzender des Ausschusses Digitale Agenda im Deutschen Bundestag. Die Netzpolitik war ihm ein besonderes Anliegen und er setzte sich gegen die Vorratsdatenspeicherung als auch gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ein. Er gilt als erster Abgeordneter, der eine Rede mit Hilfe seines iPads hielt. Eines der vielen Beispiele, wie er sein Wissen und seine Begeisterung für das Internet sowie den digitalen Wandel in die Politik trug.

Als besonders schöne Erinnerung bleibt mir unsere Begegnung während des SimCity-Wahlkampf-Checks, bei dem Jimmy Schulz gemeinsam mit Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, und Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär, als Bürgermeister ihrer eigenen virtuellen Stadt agierten. Die Entscheidungen und Vorgaben für ihre eigenen Städte leiteten sie dabei aus den Wahlprogrammen ihrer Partei ab.

Jimmy Schulz (co-)organisierte die allererste Politiker-LAN-Party im Deutschen Bundestag und lud so zur offenen Debatte über Computer- und Konsolenspiele ein. Er wollte damit die positiven Eigenschaften des Mediums in den Fokus stellen und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages für dieses Thema sensibilisieren.

Jimmy Schulz Tod ist ein großer Verlust für die deutsche Politik. Als Werber für digitale Aufklärung wird er sehr fehlen.

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