25 Jahre USK - Wenn das kein Grund zum Feiern ist!
veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2019

Jugendschutz: USK-Prüfstatistik für 2018 veröffentlicht

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Seit ihrer Gründung 1994 gehört die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zu den wichtigsten Institutionen, zum Thema Jugendschutz für digitale Spiele in Deutschland. Vor der Veröffentlichung eines digitalen Spiels muss dieses eine kritische Prüfung der USK durchlaufen; erst dann darf es vertrieben werden. Zu Beginn des Jahres gab es nun erneut Zahlen und Statistiken zur Arbeit der USK 2018. Lange Zeit zeichnete sich ein Rückgang der Prüfungen ab  – auch aufgrund des wachsenden Mobile Games Marktes, der durch das Fehlen von Datenträgern anderen Prüfungsbestimmungen unterliegt. Im Jahr 2018 stieg die Anzahl der Prüfungen jedoch wieder an.

Ein Grund hierfür sind auch die verstärkt auftretenden Prüfaufträge für Nintendo Switch Spiele. Mit dem Erscheinen der familienfreundlichen Hybrid-Konsole stieg im Jahr 2018 die Anzahl der eingereichten Spiele zur Prüfung bei der USK von 1.647 (2017) auf 1.770 – ein Zuwachs von 7 Prozent. In drei von vier Verfahren erhielten die Spiele eine USK 0, USK 6 oder USK 12 Jugendschutzfreigabe. Das Kennzeichen USK 12 bleibt weiterhin die meistvergebene Altersfreigabe.

IARC-System weiterhin stark

Auch die Anzahl der vergebenen Alterskennzeichen für Online-Spiele und Apps ohne Datenträger bleibt weiterhin stark. Diese werden, im Gegensatz zu dem klassischen Prüfungsverfahren der USK, über das IARC-System von den Entwicklern selbst bewertet. Das IARC-System ermöglicht eine schnelle Einstufung der einzelnen Inhalte per Online-Fragebogen, den die Entwickler freiwillig ausfüllen können. Anschließend ermittelt es die zu dem Produkt passenden Alterskennzeichen der jeweiligen Länder. In Deutschland erhalten sie so die USK-Kennzeichen, die mit den USK-Kriterien übereinstimmen. Durch Vertriebsplattformen wie die von Google, Microsoft und Nintendo, ist sichergestellt, dass eine Vielzahl von Apps und Online-Spielen eine Alterskennzeichnung vorweisen können.

Praxistauglicher Jugendschutz

USK-Geschäftsführerin Elisabeth Secker freut sich über das Wachstum. Die positive Jahresbilanz verdeutliche, dass Jugendschutz nach wie vor ein wichtiges Thema für die Gamesbranche ist. Das Ziel der USK lautet deshalb für dieses und die kommenden Jahre: Ein Ausbau des Jugendschutzes, um Familien eine noch bessere Orientierung beim Kauf von digitalen Spielen zu ermöglichen. Die USK ermutigt deswegen Eltern, sich auch abseits der Alterskennzeichen mit den Möglichkeiten der Jugendschutzeinstellungen der Spielgeräte auseinanderzusetzen. Eine weitere nützliche Hilfestellung ist das kostenlose Jugendschutzprogramm JusProg , das es Eltern ermöglicht Websites für ihre Kinder zu filtern.

Die USK erleichtert die Prozesse für Alterskennzeichnungen sowie Jugendschutzfreigaben und bietet Eltern Orientierung für die Medienerziehung ihrer Kinder. Die steigenden Zahlen in der Statistik stützen ihre Bedeutsamkeit.

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