Broschüre für Lehrkräfte: „Bildung neu gestalten mit Games“
veröffentlicht von Martin Lorber am 11. November 2019

“Games in Schools”: Projekt der ISFE und EUN geht in die nächste Runde

Teilen auf:

Digitale Spiele sind ein fester Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Doch trotz des großen Stellenwerts von Computer- und Videospielen werden sie an europäischen Schulen zum Teil noch selten thematisiert oder in den Unterricht mit eingebunden. Dabei bietet die Auseinandersetzung mit digitalen Medien durchaus pädagogischen Mehrwert, wie die Interactive Software Federation of Europe (ISFE) sowie das Europäische Schulnetz (EUN) in der fünften Edition ihres “Games in Schools”-Projektes aufzeigen möchten.

“Games in Schools”: Digitale Spiele als pädagogische Unterstützung im Unterricht

Die ISFE wurde 1998 gegründet und vertritt die Interessen von Herstellern interaktiver Software gegenüber der EU. Gemeinsam mit der EUN, einem Netzwerk von 34 europäischen Bildungsministerien, unterstützt die ISFE seit Januar 2008 Lehrer und Pädagogen in ganz Europa. Im Fokus stehen dabei Schulungen, die aufzeigen sollen, wie man Computer- und Videospiele als pädagogische Unterstützung im Klassenzimmer nutzen kann.

Dieses Jahr startet die fünfte Edition des “Games in Schools”-Projekts. Über 3.000 Lehrer aus Europa haben sich für die Teilnahme am Online-Kurs des Projekts angemeldet. Über einen Zeitraum von sieben Wochen lernen sie mehr über Spieldesign sowie Programmierung, und bekommen Methoden an die Hand, die das Medium digitales Spiel  sachgemäß in den Unterricht einbinden können. Darüber hinaus gibt es ein spezielles Modul zur Förderung des sicheren und verantwortungsvollen Spielens. Darin wird Lehrkräften aufgezeigt, wie sie dieses wichtige Thema mit Kindern im schulpflichtigen Alter am besten angehen können.

“Games in Schools”: Mehr spielerische Lernelemente im Unterrichtsplan

Wie schon in den Vorjahren, entwickeln die teilnehmenden Pädagogen  nach dem Kurs einen Unterrichtsplan mit spielerischen Lernelementen. Dieser enthält konkrete Beispiele für die Nutzung digitaler Spiele im Unterricht. Anschließend werden alle Pläne von Experten begutachtet und die besten Exemplare in einem Handbuch gesammelt, um so Lehrern Tipps  und Anleitungen an die Hand zu geben, wie sie Computer- und Videospiele als pädagogische Unterstützung im Unterricht nutzen können. Das Handbuch wird ab Februar 2020 kostenlos auf den Websites der ISFE und der EUN verfügbar sein.

Spielbasiertes Lernen kann ein wichtiges Element sein, um den Weg in eine mehr und mehr digitalisierte Welt für Kinder und Jugendliche zu erleichtern und Begeisterung für Wissenschaft und Technik zu entfachen. Umso mehr freue ich mich, wenn Projekte wie das der ISFE und EUN, bei Lehrern und Pädagogen so viel Anklang findet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *