Digitales Stadterlebnis gameON2025: Die Umgebung wird zur Spielkulisse
veröffentlicht von Martin Lorber am 11. November 2019

Digitales Stadterlebnis gameON2025: Die Umgebung wird zur Spielkulisse

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Unter dem Motto „Past Forward“ – die Vergangenheit vor Augen und die Zukunft im Blick – bewirbt sich Nürnberg als Kulturhauptstadt Europas 2025. Im Zuge dieser Bewerbung stand nicht nur das europäische Chiptune-Festival „Chip hits the Fan” an, sondern auch ein Spieleentwicklungsprojekt, für das junge Menschen in Franken Spiele fürs Smartphone kreiert haben. An insgesamt sieben Orten in der Metropolregion Nürnberg bauten neun Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen so gemeinsam digitale Spiele im Rahmen des “local based game”-Projekts gameON2025.

gameON2025: Vermittlung von Grundlagen des Game Designs und der Spieleentwicklung

„Local based games” funktionieren ortsbasiert, die eigene Umgebung wird dabei zur Spielkulisse.

Die Entwicklung der Spiele des gameON2025 Projekts wurde in Workshops vorangetrieben, die von ausgebildeten Trainern begleitet wurden. Die inhaltliche Projektleitung hatte dabei Christoph Deeg inne, einem Berater und Speaker in den Bereichen Gamification und Digitale Strategien, mit dem ich mich in der Vergangenheit auch schon des Öfteren austauschen durfte.

In den Workshops war Eigeninitiative gefragt. Alle Teilnehmer konnten ihre eigenen Ideen einbringen und den Spielinhalt mitgestalten. So entstand die Hintergrundstory des Spiels. Im Verlauf der Entwicklung lernten die Teilnehmenden Grundlagen des Games Designs und der Spieleentwicklung kennen. Am Ende der Workshops hatte so jede Gruppe ein digitales, ortsbasiertes Spiel gebaut, das nun kostenlos heruntergeladen und an dem jeweiligen Ort gespielt werden kann.

gameON2025: Städte aus neuen Perspektiven entdecken

Die Ergebnisse der Entwicklungs-Teams in Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Schwabach und im Landkreis Roth lassen sich nun selbst spielen. Die entwickelten Spiele bieten einen spannenden Blick auf die Arbeit der Jugendlichen und deren Perspektiven bezogen auf ihre eigene Stadt. So werden Spieler von „Mysterium des Unbekannten” beispielsweise an neun verschiedenen Orten in Bamberg vor knifflige Aufgaben gestellt, die es als Agent zu lösen gilt. Das Bayreuther Spiel dagegen beginnt mit dem Video eines Raumschiff, das auf ein Jugendzentrum feuert. Um der Alien-Invasion auf die Spur zu kommen, begeben sich die Spieler auch hier auf eine Schnitzeljagd, die virtuelle und reale Welt verknüpft.

In Nürnberg gibt es zudem das „Haus des Spiels” im Pellerhaus – ein analog-digitales Spiele-Lab, in dem Forschung, Entwicklung, vor allem aber aktives Gestalten und direktes Erleben von Spielen – analog sowie digital – möglich ist.

Gerade der lokale Bezug von Projekten wie gameON2025 bietet viel Potential, um spielerisch die eigene Umgebung neu erlebbar zu machen – oder auch Neuankömmlinge und Touristen für Wahrzeichen, Geschichte und Kultur einer Region zu begeistern.

Die App „gameON2025” lässt sich im Apple App Store oder im Google Play Store downloaden. Weitere Informationen sowie die QR-Codes zu den einzelnen Spielen finden sich auf der Homepage des Projekts unter: https://www.gameon2025.de/

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