veröffentlicht von Martin Lorber am 06. Juni 2017

Die Rolle der Wirtschaft beim Jugendmedienschutz in Deutschland

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Wie bei allen Medien gibt es bei digitalen Spielen Angebote, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind. Deshalb will Electronic Arts Grundlagen schaffen mit deren Hilfe Videospiele langfristig akzeptiert und nachhaltig genutzt werden. In einem Gastbeitrag für das Mitteilungsblatt der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, “BPJM Aktuell” (Ausgabe 2/2017), erläutere ich die Rolle der Wirtschaft beim Jugendmedienschutz in Deutschland am Beispiel Electronic Arts.

Jugendmedienschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Natürlich ist Jugendmedienschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: So sollen staatliche Institutionen sicherstellen, dass Eltern möglichst klar und verlässlich Informationen über mögliche Entwicklungsbeeinträchtigungen der Kinder durch Spiele bekommen. Die Medienpädagogik hat die Aufgabe, Kinder zu einem verantwortungsvollen, selbstregulierten und kritischen Medienkonsum zu befähigen. Die Industrie soll für die technische und informative Infrastruktur sorgen, während Eltern den Medienkonsum ihres Nachwuchses erziehend begleiten und die Möglichkeiten des technischen Jugendschutzes nutzen.

Beispiel Internet: Technischer Jugendmedienschutz wichtig

Auch das Internet bietet hochinteressante Inhalte für Kinder. Allerdings finden sich auch eine große Anzahl Seiten mit gewalthaltigen oder pornographischen Angeboten. Hier ist technischer Jugendmedienschuz das Mittel der Wahl. So sorgt beispielsweise das kostenfreie, durch den Verein JusProg e.V. vertriebene Jugendschutzprogramm dafür, Kinder vor nicht altersgerechten Inhalten im Internet zu schützen. Die Aufgabe der Industrie ist hier, entsprechende Jugendschutzprogramme zu entwickeln, für die Anwender kostenfrei zur Verfügung zu stellen, es weiterzuentwickeln und die Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Ebenso kann die Industrie ihre Kenntnisse über das Medienverhalten unterschiedlicher Altersgruppen mit Medienpädagogen und Wissenschaftlern teilen. Dies hilft dabei die Identifikation problematischen Spielverhaltens zu erleichtern.

Wer mehr über die den Jugendmedienschutz – auch in internationaler Perspektive – sowie die konkreten Maßnahmen und Initiativen von Electronic Arts interessiert, findet meinen Beitrag auf der Homepage der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

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