In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2016

Sexismus in Spielen und Diskussion um eSport – Lesenswert #119

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Kompetenzen durch Gaming

Bei Insert Moin stelle ich das Buch “Gaming für Studium und Beruf – Warum wir lernen, wenn wir spielen” vor, welches ich gemeinsam mit Thomas Schutz verfasst habe.

Jugendschutz – Andere Länder, andere Sitten

Passend zur aktuellen Debatte rund um modernen Jugendmedienschutz erklärt Birgit Riegler auf derstandard.at, warum in manchen Ländern einige Spiele erst ab 18, in anderen jedoch schon ab 6 Jahren freigegeben sind.

Sexismus – Echtes Problem oder überzogener Hype?

Manuel Fritsch und Benedikt Plass-Fleßenkämper liefern auf pcgames.de eine lesenswerte Bestandsaufnahme zum Thema Sexismus in Spielen und in der Gamesbranche. Warum sich sexistische Inhalte nicht im kulturellen Vakuum betrachten lassen und eine differenzierte, unaufgeregte Diskussion notwendig ist, lässt sich hier nachlesen. Ein Video auf Spiegel Online zeigt derweil die Absurdität sexistischer Vorurteile in der Tech-Branche.

Serious Games für Mädchen

Trotz eines positiven Trends sind weiterhin wenig Frauen in technikaffinen Berufen wie der Games-Branche vertreten. Daniela Knoll von SWR 2 berichtet hier über Wissenschaftler, Pädagogen und Spiele-Designer, die die Technik-Begeisterung von Mädchen mit einem Computerspiel über erneuerbare Energien verstärken wollen.

Games-Branche: Es tut sich was!

Keith Stuart schreibt für den Guardian einen lesenswerten Artikel über die in seinen Augen positiven Veränderungen in der internationalen Games-Branche.

Ist eSport wirklich kein Sport?

In Deutschland ist eSport bisher keine anerkannte Sportart, obwohl mittlerweile auch hier viele renommierte Turniere stattfinden. Die Piraten in Berlin wollten das ändern und gaben ein Gutachten in Auftrag. Eike Kühl schreibt darüber einen spannenden Artikel in der ZEIT. Zumindest die Anerkennung „als gemeinnützige Sportart im Sinne der steuerrechtlichen Förderung auf Bundesebene“ würde dem eSport und seinen Disziplinen hierzulande mehr Popularität und Wirtschaftlichkeit versprechen. Peter Steinlechner berichtet derweil auf golem.de darüber, dass das weltweit größte E-Sport-Unternehmen ESL die Gründung der World Esports Association (Wesa) bekanntgeben hat. Nach dem VFL Wolfsburg wird der FC Schalke 04 zum zweiten Bundesligaverein mit eigenem eSports-Team. Meine persönlichen Gedanken zum Thema eSport und Öffentlichkeit kann man hier nachhören.

Hohe Mathematik im Egoshooter

Volker Zota schreibt auf heise.de über einen Programmiertrick zur besonders schnellen Berechnung von 1/sqrt(x), bei dem die Zahl 0x5f3759df eine unerwartete Rolle spielt. Der Trick zeigt – auch ohne nötiges Fachwissen – auf, was bei der Programmierung von Spielen alles dahintersteckt. Perfektes Wissen für den nächsten Small Talk.

Alles unter Kontrolle?

Nicht nur mit der Geschichte der Videospiele habe ich mich auf meinem Blog schon auseinander gesetzt. Auch in einer vierteiligen Reihe über die Steuerung bei Computer- und Videospielen eblocke ich zurück. Auf dem Youtube-Kanal Game Maker’s Toolkit gibt es ebenfalls ein History-Video zu sehen, das aufzeigt wie Controller Design-Entscheidungen in Spielen beeinflusst haben.

Berichterstattung – Ohne Spoiler, bitte!

Auf spieletipps.de gibt es eine schöne Kolumne von Joachim Hesse zum kontroversen Thema Spoiler. Wie viel davon darf in der Berichterstattung sein und wie unterschiedlich lassen sich Spoiler eigentlich definieren? Nachzulesen hier.

Das “uncanny valley” der virtuellen Gesichter

Markus Böhm erklärt auf Spiegel Online, warum virtuell gestaltete Charaktere in Filmen und Videospielen oft trotz immer realistischerer Darstellung leblos wirken.

Trotzdem jeden Euro wert

Spiele können kurz, knackig und gleichzeitig gut sein. Warum Spielzeit nicht alles ist? Das Plädoyer für kurze Spiele gibt es auf dem Youtube-Kanal Extra Credits zu sehen.

So gut wie keinerlei Bedeutung

Katherine Cross schreibt bei gamasatra darüber, warum sie Wertungsskalen bei Spieletests für überflüssig hält. Die Diskussion gibt es auch in Deutschland schon länger, unter anderem angestoßen durch Christian Schmidt (ehemaliger Gamestar-Redakteur), der in einem vielbeachteten Spiegel Online-Artikel schon 2011 anprangerte, dass es zu wenig Texte über Videospiele gäbe, die das Zeug hätten Teil einer gesellschaftlichen, kulturellen oder ästhetischen Debatte zu sein. Um diesen Misstand zu beheben hat Christian Schiffer ein Jahr später die WASD – ein eigenes Magazin zum Thema Computer- und Videospiele – ins Leben gerufen.

Verspielte Filme

Chris Krizsak zeigt auf moviepilot.de Filme, welche die aus Video-Spielen bekannte Level-Struktur einsetzen, um dramaturgische Spannungsbögen aufzubauen.

Weniger “Workification” – Mehr Zeitverschwendung!

Rainer Sigl plädiert auf derstandard.at für mehr Spiele, die – im positiven Sinne – Zeit verschwenden. Der Zwang zum Grinden, Sammeln und Craften würde Spielern die angeblich grenzenlose Freiheit der Spielwelten vorenthalten.

Spiele aus Schweden

Louis Wong gibt interessierten Lesern auf polygon.com einen spannenden Einblick in die Games-Branche Schwedens. Unter anderem kommt auch der Geschäftsführer von DICE, Patrick Bach, zu Wort.

Leben als „Gaymer“

Der Gamestar-Leser “Abubakur” schreibt einen spannenden Blogeintrag über sein Leben als schwuler Zocker und erklärt, warum “Die Sims” hier seinerzeit als gutes Beispiel voran gingen.

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