In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2011

Lesenswert #9: Gamification, das Deutsche Computerspielemuseum, ESRB-Ratings für Downloadspiele

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In meiner Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren lesenswerten Links und Veröffentlichungen an mlorber@ea.com.

Neues ESRB-Rating-Verfahren für Downloadspiele

Die Webseite spielerecht.de hatte vor kurzem einen lesenswerten Beitrag über das neue Ratingverfahren des ESRB (Entertainment Software Rating Board) veröffentlicht. Dort wurde aufgrund der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit von Plattformen wie Apples iTunes App Store, Microsofts Xbox Live Marktplatz und Sonys PlayStation Store ein Bewertungsverfahren entwickelt, durch das innerhalb von 24 Stunden eine Altersfreigabe erteilt werden kann – und das ausschließlich auf eigenverantwortlichen Erklärungen der Entwickler beruht.

Computerspiele als Therapie gegen die Folgen von Schlaganfällen

Beim Surfen bin ich auf eine kurze Nachricht über Computerspiele als Therapie gegen Schlaganfallfolgen gestoßen, die ich für durchaus erwähnenswert hielt: Demnach sollen Spiele, die auf die Koordination motorischer Fähigkeiten abzielen, einen positiven Effekt auf die „klinischen Bewegungswerte“ der Patienten mit sich bringen. Eine interessante Erkenntnis, die in meinen Augen dringend weiterverfolgt werden sollte. Möglichkeiten gibt es genug, allein in Hinblick auf die durch Kinect und PlayStation Move weiter in der Popularität gewachsene Bewegungssteuerung bei Videospielkonsolen.

Die Integration von Spielen in den Alltag

Über Gamification hatte ich in diesem Blog bisher noch nicht geschrieben: Der Begriff steht für Spiele, die Handlungen im realen Leben mit virtuellen Belohnungen verknüpfen. Oft geschieht das über das so genannte „Einchecken“ an bestimmten Orten mit dem Smartphone – die GPS-basierte Technik kennt man beispielsweise von Onlinediensten wie Foursquare oder Gowalla. Nun zu dem Spielansatz: Die iPhone-App City Hero geht noch einen Schritt weiter und belohnt Spieler für Social-Check-Ins mit virtueller Währung, die sie dann zum Bau einer eigenen, ebenfalls virtuellen Stadt nutzen können. Je wertvoller die Stadt, desto höher steht ihr Erbauer in der Bestenliste. Das ist ein spannender– und ich bin mir sicher, dass im Zuge der wachsenden Verbreitung von Smartphones schon bald mehr Gamification-Applikationen erscheinen werden. Ich werde diesen Bereich mit großem Interesse weiterverfolgen.

Spiel die Sieger – Sonderausstellung im Deutschen Computerspielemuseum

Am 19. Mai eröffnete das Deutschen Computerspielemuseum in Berlin die interaktive Sonderausstellung Spiel die Sieger, in denen die Besucher sechs Wochen lang täglich von 10 bis 20 Uhr (außer Dienstags) die Gewinner des diesjährigen Deutschen Computerspielpreises und von LARA – dem Deutschen Games Award ausprobieren. Wer sich also ein Bild von aktuellen Videospielen verschaffen will, sollte dem Museum einen Besuch abstatten – denn das ist selbst ohne Sonderausstellung einen Besuch wert.

Kommentare
  1. mh sagt:

    gamification führt zu einer zunehmendem absurdität in spielen.

    ich gebe meine euro für punkte von konsolenherstellern, mit denen ich mir dann spiele kaufe in denen ich wiederum „ansehenspunkte“ erspielen (und/oder bekommen designs, outfits etc.) kann und weil das noch nicht genug ist und die hersteller der spiele auch was davon abhaben wollen, dass ich punkte geil bin, kann ich dann auch noch herstellerpunkte absahnen und gegen kleidung o.ä. tauschen.

    dazwischen hörts irgendwann auf spaß zu machen.

    mfg
    mh

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