In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2014

Lesenswert #69: Cheats, Newsgames und ein Tippspiel zur Geopolitik

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In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

Kleine Schummeleien

“Iddqd” oder “↑↑↓↓←→←→BA”, beides sind Zeichenfolgen, die sich fast unauslöschlich in die Gehirne einer ganzen Generation von Gamern eingebrannt hat. Es handelt sich um die wahrscheinlich berühmtesten Vertreter ihrer Art. Sogenannte Cheats, mit denen nicht vorgesehene Veränderungen an Computer- und Videospielen vorgenommen werden können. Dabei reicht die Bandbreite von Unverwundbarkeit, über die freie Auswahl der Level bis hin zur Veränderung von Werten und Optik der Figuren. Focus.de über eine der größten Sammlungen zu diesem Thema.

Spielen als Arbeit

In Köln fand diese Woche die Fachkonferenz „Gamification Day“ statt. Hier wurde u. a. aufgezeigt, wie spielerische Elemente die Arbeitswelt von morgen verbessern und z. B. schwierige allerdings auch monotone Arbeiten für die Fachkräfte attraktiv gestaltet werden können. Die FAZ fasst einige spannende Beiträge zusammen.

Symptom statt Ursache?

Forscher aus den USA plädieren dafür, die Debatte um gewalterzeugende Computer- und Videospiele deutlich einzuschränken. Es sei davon auszugehen, dass es faktisch keinen kausalen Zusammenhang gibt. Ein exzessives Nutzungsverhalten sei eher Symptom statt Ursache! Vielmehr sollte das Augenmerk der Öffentlichkeit auf dringendere Projekte gelenkt werden. Die Debatte um Computerspiele lenke ab von tiefgreifenden Problemen wie z. B. ungleiche Bildungschancen oder ähnliches. Ein schlauer Einwurf wie ich finde.

http://winfuture.de/news,80233.html

Spiele statt Nachrichten

In der letzten Zeit trifft man immer wieder auf eine neue Form der journalistischen Informationsvermittlung. Den sogenannten Newsgames. Aktuelle Ereignisse werden hier spielerisch vermittelt. Eine spannende Sache, die anhand von vielen Beispielen in diesem Artikel schön zusammengefasst und erklärt wird.

Communio für Geopolitik

Wie kann man seine Schüler für geopolitische Zusammenhänge begeistern? Diese Frage stellte sich ein amerikanischer Highschool-Lehrer. Die Antwort: Mit einem Spiel! Einer Art Tippspiel um genau zu sein. Die Schüler stellen sich ein „Team“ aus verschiedenen Ländern der Welt zusammen. Für jede Nennung eines ihrer Teammitglieder in ausgewählten Medien gibt es Punkte. Ein einfaches Prinzip mit großem Erfolg. Die taz berichtet.

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