In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2013

Lesenswert #54: Sinne, Ärzte, Rekorde und das Finanzamt

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In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

„Spielend“ zum besseren Arzt werden

Es ist allseits bekannt, dass Computer- und Videospiele die Hand-Augen-Koordination schulen und verbessern. Der Wii von Nintendo kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn durch die ausgefeilte Bewegungssteuerung geht es hier nicht nur um die Fingerfertigkeit, sondern um die Koordination der gesamten Arme. Eine italienische Studie der römischen Sapienza-Universität hat nun herausgefunden, dass Chirurgen durch regelmäßiges Daddeln ihre Geschicklichkeit und Koordination bei endoskopischen Eingriffen deutlich verbessern. Das Chirurgie-Portal hat das Ergebnis für uns zusammengefasst.

Leaderboard

Wer fährt die schnellsten Need for Speed Runden, wie schnell wurde Super Mario Bros. 3 jemals durchgespielt, wer ist der wahre Guitar Hero und wer der Held von Space Invaders? Das Portal Twin Galaxies verrät es uns. Es beschreibt sich selber als „the official scoreboard for the electronic entertainment industry since 1981” und hat eine schier undendliche Datenbank an den verrücktesten Gaming Rekorden nahezu aller Titel. Vor allem für die Spiele interessant, die vor dem Aufkommen von Online Leaderboards entwickelt wurden. Wer sich selber als Meister seines Spiels bezeichnet, der sollte unbedingt einmal einen Blick riskieren.

Sehen, hören – fühlen

Es gibt immer wieder neue Technologien, die das Spielen noch realistischer werden lassen. Doch häufig sind dies lediglich Verbesserungen bereits bestehender Elemente, wie beispielsweise der Grafik. Das Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam arbeitet nun an einem Gerät, das einen weiteren Sinn ansprechen soll: das Fühlen. Dieses lässt sich an jedes Smartphone anschließen und gibt in der entsprechenden Spielsituation leichte Stromstöße ab, die über Elektroden auf der Haut des Unterarms zu einer Muskelkontraktion führen. So soll die Immersion noch weiter voran getrieben werden. D-Radio Wissen fasst diese Entwicklung in diesem spannenden 6-Minüter für uns zusammen.

Das Finanzamt und virtuelle Güter

Vor kurzem las ich auf welt.de einen spannenden Artikel über „virtuelle Währungen“, in dem sich Autor Georg Buschmann mit der Problematik des Schwarzmarkts solcher Güter auseinandersetzt. Denn immer mehr Menschen setzten es sich zum Ziel, mit virtuellen Gütern einen lukrativen Nebenverdienst zu erlangen. Auf den einschlägigen Tauschbörsen sind diese sehr beliebt und sorgen für zum Teil enorme Gewinne. Eine Situation die mittlerweile derartige Ausmaße angenommen hat, dass auch das Finanzamt zunehmendes Interesse an diesen Transaktionen entwickelt. Denn rein rechtlich gesehen handelt es sich hierbei um eine klassische Nebentätigkeit, die auch versteuert werden muss…

Kommentare
  1. Snacky sagt:

    Spätens jetzt, wo sogar das Finanzamt das Thema Games erkannt hat (wenn auch nur, um uns Geld abzunehmen), kann man 100%ig sagen, dass Computerspiele im Zentrum der Gesellschaft angekommen sind! 😉

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