In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 07. Juli 2012

Lesenswert #37: Barrierefreies Spielen, Spielkultur in TV und Radio

Teilen auf:

In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

Kulturgut Computerspiele?

Warum wird bei der Bewertung und Wahrnehmung von Computer- und Videospielen in der Öffentlichkeit oftmals ein gänzlich anderer Maßstab gesetzt als bei anderen Medien? Dieser Frage geht Christian Schiffer, Herausgeber des Magazins „WASD“, in einem Gastbeitrag im Deutschlandfunk nach. Er kritisiert dabei die noch recht klein ausfallende öffentliche Förderung interessanter Projekt und das Messen mit zweierlei Maß. Was den „etablierten“ Medien erlaubt ist, wird den Spielen noch lange nicht zugestanden. Neben der Tatsache, dass Spiele ein noch sehr junges Medium sind, macht er vor allem die technische Herangehensweise des aktuellen Spielejournalismus als Hürde für einen normalen Umgang mit dem Medium Spiel verantwortlich.

Spielkultur im TV

Seit einiger Zeit sendet der digitale Spartensender EinsPlus die Sendung „Reload“. Hier werden neben der Vorstellung aktueller Spiele auch viele andere Themen rund um Computer- und Videospiele behandelt. Die Bandbreite reicht hier von Rückblicken auf die digitale Spielkultur der letzten Jahrzehnte, bis hin zur ernsthaften Auseinandersetzung mit den Themen Gamification und Serious Games.

Spiele ohne Barrieren

Die AbleGamers Foundation, eine Non-Profit-Organisation in den USA, hat es sich zum Ziel gesetzt körperlich und/oder geistig beeinträchtigten Menschen die Möglichkeit zu bieten, digitale Unterhaltungsangebote, wie Computer- und Videospiele, trotz ihrer Beeinträchtigung zu nutzen. Dies soll vor Allem über eine bessere Zugänglichkeit von bestehenden Spielen oder der Entwicklung eigener Produkte, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen, geschehen. Viele Spiele können nur bedingt genutzt werden, da körperliche und geistige Beeinträchtigungen notwendige Fähigkeiten, wie Reaktionszeiten und Geschicklichkeit, deutlich einschränken können. Durch individuelle Anpassungen der Spielgeschwindigkeiten und neuartige Steuerungsmöglichkeiten sollen diese Defizite ausgeglichen werden, so dass die Spiele ohne Frust und Überforderung gespielt werden können. Eine aktive Teilhabe an der digitalen Spielkultur gehe Hand in Hand mit einer Steigerung der Lebensqualität.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *