In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2012

Lesenswert #31: Antike Spiele und spielerische Therapien

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In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

Analoge Spielkultur

Eine kleine Zeitreise in die Frühzeit der Arcade-Unterhaltung bietet das Musée Mécanique in San Francisco. Dort befindet sich die größte Ausstellung mechanischer Musikinstrumente und Spielautomaten im Privatbesitz. Diese „antiken“ Vorgänger der Arcade-Automaten der 1980er sind allesamt funktionstüchtig und liebevoll gepflegt. Interessierte können dort einen Blick auf die „Urzeit“ des Mediums Computer- und Videospiel werfen und sich an den Automaten versuchen. Die Ausstellung zeigt, dass die Faszination Spiel schon lange vor unserer digitalen Zeit vorhanden war.

Spiele als Therapie

Welt Online berichtet über Italienische Forscher, welche eine Methode entwickelt haben, mit der Kinder schon vor der Einschulung getestet werden können, ob sie von einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) betroffen sein könnten. Die Betroffenen haben Probleme bei der Lösung von Aufgaben, die eine hohe visuelle Aufmerksamkeit erfordern, was im Widerspruch zur bisher geltenden Annahme steht, dass vor allem Schwierigkeiten im Hören und Verstehen von Sprache für Legasthenie verantwortlich sind. Bei der Therapie können Computer- und Videospiele sehr hilfreich sein, da sie die visuelle Aufmerksamkeit trainieren. Eine sehr interessante Sache, denn so kann mit den Kleinen gearbeitet werden, ohne dass diese sich in einer Lernsituation befinden, und ein schönes Beispiel für Serious Gaming.

Verrückte Spieleideen

Vom 31. März bis zum 1. April 2012 fand der GameJam „What would Molydeux?“ statt. Den Aufruf dazu hat Peter Molydeux gestartet, das fiktive Double der Spielentwicklerkoryphäe Peter Molyneux. Unter diesem Pseudonym wurden über Twitter regelmäßig verrückte und absurde Spielideen veröffentlicht. Damit es nicht nur bei den Ideen bleibt sollten Entwickler diese im Rahmen des GameJams umsetzen. Über 100 Indie-Spiele-Entwickler aus aller Welt nahmen an der recht spontanen Aktion teil und lieferten ca. 250 sehr schöne und interessante Spiele ab. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind auf der Website des Events frei verfügbar.

Kommentare
  1. emopedia sagt:

    Schon ganz schön verrückt, auf welche Spielideen die Entwickler gekommen sind und wie diese umgesetzt wurden.

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