Lesenswert # 28: Playfic, 5 Button Gewinner, Brettspielklone und eine kreative Angelina

04. März 2012, Martin Lorber

In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

Playfic

Andy Baio von Waxy.org entwickelte in Zusammenarbeit mit seinem 15-jährigen Neffen Cooper das Projekt Playfic. Es handelt sich dabei um eine Art Community zum Schreiben, Teilen und Spielen von Interactive Fiction – hierzulande besser bekannt als Textadventures. Das Erstellen der Adventures erfolgt direkt im Browser und bedarf keiner komplexen Programmierkenntnisse, etwas Einarbeitung ist dennoch vonnöten. Wer mag, kann sein Spiel der Community vorstellen und kollaborativ am Werk feilen (lassen), bis das Resultat zu überzeugen weiß. In einem Tutorial-Adventure wird der Besucher im wahrsten Sinne spielerisch mit dem Projekt vertraut gemacht.

5 Button Winners!

Beim Experimental Gameplay Project werden Entwickler aus aller Welt eingeladen, zu einem monatlich wechselnden Thema Spiele einzureichen, die binnen (maximal) sieben Tagen in Eigenproduktion entstanden sind. Das Format, die Plattform und vor allem die Interpretation des Themas sind jedem Teilnehmer freigestellt. Das Thema vom Dezember 2011 lautete 5 Buttons und wurde in Kooperation mit Stattmedia ausgetragen. Im Zuge dessen fand am 17. Februar in Berlin Wedding eine Veranstaltung statt, bei der die Besucher 20 der eingereichten Spiele auf einer Großbildleinwand in Aktion erleben durften. Eine Jury kürte das in Unity realisierte Spiel Rakete von Mario von Rickenbach zum Gewinner des Wettbewerbs.

Nachgemacht

Auch in der DDR genossen Gesellschaftsspiele eine gewisse Beliebtheit, allerdings war die Produktpalette nicht mehr der im Westen zu vergleichen. Da manche Spielbegeisterte jedoch nicht auf bekannte Brettspiele wie beispielsweise Monopoly verzichten wollten, entstanden in mühevoller Handarbeit diverse Klone. Das Blog Nachgemacht widmet sich dieser Thematik und stellt den Besuchern einige besagter Nachbauten vor. Ab dem 05. Mai 2012 können die auf der Webseite gezeigten Unikate auch im Deutschen Spielemuseum in Chemnitz begutachtet werden.

Games built by computers

Angelina ist ein Jahr alt und hat bereits etliche Computerspiele entworfen. Ein Wunderkind? Nein, denn Angelina ist der Name einer künstlichen Intelligenz, die genau aus diesem Grund erschaffen wurde. Im Artikel Games built by computers wird das beeindruckende Projekt ausführlich vorgestellt. Schöpfer Mike Cook (Imperial College London’s Computational Creativity research group) spricht über seine Intentionen und den Ist-Stand von Angelina. Angst um ihre Arbeitsplätze müssen Spieleentwickler wohl nicht haben, da sich Kreativität und Innovation (noch) nicht digital emulieren lassen.




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