In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 11. November 2011

Lesenswert #21: Gedanken zu Gamification, Kunstform Computerspiele, die Natur des Universums, Gewalt in der digitalen Welt und die perfekte Spieldemo.

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In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

Ein paar Gedanken zu Gamification

Unter dem Begriff Gamification versteht man die Verwendung von typischen Spielmechaniken als motivierendes Element, spielferne Aufgaben zu erledigen. Der Spielentwickler Craig Stern widmete sich diesem Thema und liefert in seinem Artikel neben persönlichen Eindrücken zahlreiche Querverweise zu relevanten Beispielen.

Wann sind Computerspiele Kunst?

Ob es sich bei Spielen um eine Kunstform handelt oder nicht, spaltet nachwievor die Gemüter. James Hawkins von Joystick Division geht dieser Frage in seiner Kolumne am Beispiel von Picassos Guernica auf den Grund. Das Gemälde entstand 1937 als Reaktion auf die Zerstörung der spanischen Stadt Gernika durch den Luftangriff deutscher Soldaten während des Spanischen Bürgerkrieges. Laut Hawkins verdient etwas erst die Bezeichnung „Kunst“, wenn das Werk sich kritisch und über den Tellerrand blickend mit Ereignissen auseinander setzt, statt sie nur auf unterhaltsame Weise zum simulieren.

Die Natur des Universums

Auf der diesjährigen IndieCade-Konferenz sprachen die beiden Entwickler Jonathan Blow und Marc Ten Bosch über Gamedesign. Der einstündige Vortrag handelt von Spielelementen, die einerseits unwirklich und fiktional wirken, andererseits jedoch mathematisch und physikalisch erklärbar sind und „die Natur des Universums offenlegen„. Als Beispiele dienen unter anderem Portale, Gravitation  und Zeitreisen.

Die Frage nach der perfekten Spieldemo

Edge-Autor Graham McAllister befasste sich mit der Frage, wie eine perfekte Spieldemo auszusehen hat und welche Faktoren den Konsumenten bei seiner Kaufentscheidung beeinflussen. Dazu zählen unter anderem ein leichter, intuitiver Einstieg und ein fesselndes Ende. Als positives Beispiel wird die Demo zu Need For Speed: The Run von Electronic Arts aufgeführt und erläutert.

Gewalt in der digitalen Welt

Gewalt in Spielen ist ein heikles Thema, dem ein negatives Image anhaftet und das stets für hitzige Diskussionen sorgt. Das Magazin Elektrospieler geht der Frage nach, warum Gewaltdarstellungen als wiederkehrende Stilmittel Anklang finden. Dabei werden sowohl psychologische als auch historische Hintergründe beleuchtet. Der Autor kommt zu folgendem Fazit:

Wenn es darum geht, die Mechanismen zu ergründen, die unseren Hang zur Gewalt ausmachen, dann tun wir uns immer noch schwer. Fest steht aber auch, dass uns die kategorische Verbannung jedweder Gewaltdarstellung genau diese Chance nimmt – die Chance darauf, uns selbst ein bisschen besser zu verstehen.

Kommentare
  1. die sagt:

    Ich denke das Thema Kunst ist allgemein sehr umstritten. Aber man kann nicht leugnen, dass Spiele auch eine Art von Kunst sind. Schließlich steckt eine ganze Menge Design hinter den meisten Spielen.

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