In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 01. Januar 2017

Homosexualität, Tod, Gewalt und das Geheimnis von FIFA: Lesenswert #132

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Das Geheimnis von FIFA

Simon Parkin schreibt für den Guardian einen spannenden Artikel über FIFA. Mittlerweile ist das Spiel fast bekannter als der namensgebende Weltfußballverband – auch bei Menschen, die sich eigentlich nicht für Gaming oder realen Fußball interessieren. Was macht FIFA so einzigartig? Passend dazu berichtet der Standard, dass sich Fußballspieler mittlerweile Tricks von Spielen wie FIFA abschauen.

Die Gewaltdiskussion: 10 Jahre später

André Peschke befragt für den Games-Podcast “Auf ein Bier” den Verhaltenspsychologen und Forscher an der Ruhr-Universität Bochum, Dr. Malte Elson zur Frage nach der Wirkung von Gewaltdarstellungen in Spielen auf den Spieler. Mit Malte Leson führte ich im Rahmen dieses Blog schon ein Interview über seine Diplomarbeit, die sich unter anderem mit der Auswirkung von Videospielen mit gewalttätigen Inhalten befasst. Das Interview lässt sich hier nachlesen.

Tod in Videospielen

Die WASD beschäftigte sich in ihrer letzten Ausgabe mit dem Thema Tod in Videospielen. Einige der Artikel erschienen auch online. So stellt Philipp Sickmann bei Spiegel Online die These auf, dass Sadisten in Videospielen voll auf ihre Kosten kommen würden. Christian Huberts schreibt bei Zeit Online darüber, dass viele Spiele den “Tod vor lauter Leichen” nicht sehen würden. Ein paar clevere Ausnahmen findet er dennoch. Sonja Wild schreibt für WIRED einen spannenden Artikel rund um die Frage, wie Videospiele mit dem Tod und Trauer umgehen.

Leichtfertiger Umgang mit dem Thema Spielsucht

Bei Golem schreibt Hanno Böck über Studien zur Onlinespielesucht. Dabei zeigt sich vor allem ein oft zu leichtfertiger Umgang mit einem wichtigen Thema. Meine Thesen zum Thema Computerspielsucht lassen sich hier nachlesen.

eSport als Sport

Darius Matuschak veröffentlicht bei Gamona ein Manifest. Darin plädiert er dafür, eSport als Sport anzuerkennen.

Mehr Geld für eSport

Ingo Rentz berichtet bei Horizont darüber, dass Sponsoren 2017 für eSport mehr Geld ausgeben wollen.

Erfolgreiche Frauen auf Twitch

Stephanie Convery stellt für den Guardian Frauen vor, die auf der Streaming-Plattform Twitch ihren Lebensunterhalt verdienen. Diese sind dabei sowohl Sexismus als auch neuen Formen von Belästigung ausgesetzt.

Homosexualität in Spielen

Kevin Recher stellt für den Standard den Spieleentwickler Robert Yang vor, der sich auf Spiele mit homoerotischen und sexuellen Inhalten fokusiert.

Virtual Reality: Heilende Kräfte

Jason Johnson schreibt bei Killscreen darüber, wie Virtual Reality in Zukunft genutzt werden könnte, um Patienten zu behandeln.

Das Spielejahr 2016

Colin Campbell veröffentlicht bei Polygon einen spannenden Jahresrückblick auf das Spielejahr 2016. Mein Rückblick zur digitalen Spielkultur im letzten Jahr findet sich hier.

Das Aus für die GDCE

Gameswirtschaft berichtet darüber, dass die Game Developers Conference Europe (GDCE) in Zukunft nicht mehr stattfinden wird. Die KoelnMesse arbeitet allerdings an einer Ersatz-Konferenz.

Computer machen sozial

Christoph Eisenring schreibt für die Neue Zürcher Zeitung über ein Experiment in Kalifornien, dass zu dem Ergebnis kommt, dass Computer Kinder sozialer machen.

Die christliche Heilslehre und Videospiele

Matthias Kreienbrink schreibt bei Zeit Online einen Artikel, in dem er darauf aufmerksam macht, wie nahe Videospiele der christlichen Heilsgeschichte seien. Diese Nachahmung Christi schränke jedoch sowohl Entwickler als auch Spieler ein.

Spiele zur Suizid-Prävention?

Roman Lehnhof prüft für Zeit Online die These, dass Computerspiele, Gewalt und Suizid in Verbindung stehen würden. Stimmt das wirklich oder können Spiele sogar Suizide verhindern?

Psychische Krankheiten in Horrorspielen

Joe Donelly schreibt bei Waypoint über die Darstellung von psychischen Krankheiten in Horrorspielen. Oft geschieht dies in einer stereotypen, stigmatisierenden Weise – allerdings werden auch positive Beispiele hervorgehoben.

China: Die Gamification-Dystopie

Rainer Sigl empfiehlt bei piqd Artikel rund um einen von Spielen entlehnten Motivationsmechanismus für ein soziales Überwachungssystem, das eine Milliarde chinesische Bürger vernetzt und ab 2020 Pflicht werden soll.

Ein gutes Jahr für Frauen in Spielen

Allegra Frank und Simone de Rochefort listen für Polygon die besten weiblichen Charaktere in Videospielen aus dem Jahr 2016 auf.

So wahr, dass es weh tut

Lisa Ludwig spricht sich in einem Artikel für VICE dafür aus, sexuelle Gewalt in Videospielen anders zu betrachten als bisher.

Spielen als Erwachsener

Keith Stuart listet für den Guardian sieben sehr gute Gründe dafür auf, warum man sich auch als erwachsener Mensch mit Videospielen beschäftigen sollte.

Silver Gaming – Spiele für Senioren

Marc Winkelmann schreibt für Spiegel Online einen Artikel über ein Unternehmen, das Videospiele als Prävention gegen Demenz und Stürze im Alter entwickelt.

Videospiele verbreiten Faschismus?

Rob Fahey stellt in einem Artikel bei gamesindustry.biz die kontroverse These auf, dass insbesondere Mainstream-Spiele sich manchmal – zumindest beinahe –  der Verbreitung von faschistischen Ansichten schuldig machen würden.

Bloodborne und die Frühromantik

Andreas Inderwildli zieht bei Kotaku Parallelen zwischen Bildern von Caspar David Friedrich (1774-1840) und der Ästhetik von Bloodborne.

Kommentare
  1. Melideas sagt:

    Dass die Frauen auf Twitch teilweise Sexismus etc. ausgesetzt sind, daran sind sie teilweise auch selber schuld. Die meißten streamen mit Ausschnitt und machen das ganze unterschwellig etwas „sexueller“.
    Nicht alle, aber viele.

    Davon abgesehen ist es mit der Gewaltdiskussion immer schwierig. Manche Spiele finde selbst ich (und ich bin durch Bloodborne etc. echt abgehärtet) zu heftig, allerdings kommt es auch auf die Ästhetik an. Bei Bloodborne gehört es dazu, dass alles in Blut getaucht wird und immer wieder Blut spritzt/fließt. Es ist einfach…ein Teil davon.
    Und das merkt man auch sehr schnell.

    Dann gibt es wieder so Titel (glaube bei F.E.A.R war das so), wo das Blut einfach nur literweise spritzt und irgendwann gewöhnt man sich dran. Stäääändig Blut. Teilweise echt zu viel. Aber naja, Horrorspiel halt.
    Trotzdem.

    My 2 cents zu dem Ganzen. Auch wenn ich nicht alle Themen abgedeckt habe, fand ich diese beiden doch recht wichtig! (für mich..bin ja auch Livestreamer, lol)

    1. „Hallo Melideas,

      Sicherlich kann man so manchen Auftritt männlicher wie auch weiblicher Streamer nicht gut finden. Aber „selber schuld“, wie Sie es formulieren sind Frauen nie, wenn es um Belästigung und Sexismus geht. Ein Ausschnitt ist keine Aufforderung an Männer beleidigend, belästigend, anzüglich oder sexistisch zu werden. Wem es nicht gefällt oder passt, der kann ja abschalten und sollte nicht anonym ausfällig werden. Ein solches Verhalten verstößt noch dazu gegen die Community-Richtlinien von Twitch.

      Wir sollten uns schon alle darin einig sein, dass Wut, Hass und Sexismus in der digitalen Spielkultur nichts zu suchen haben!

      Mit freundlichen Grüßen

      Martin Lorber“

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