In der Rubrik „Lesenswert“ stelle ich regelmäßig spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vor.
veröffentlicht von Martin Lorber am 08. August 2016

Gewaltdiskussion, Videospiele für ältere Menschen, Meister der Täuschung – Lesenswert #123

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Profisportler müssen trainieren – das gilt auch für eSport

Wie bei jeder anderen Sportart müssen eSport-Profis viel Zeit und Energie investieren, um oben mitzuspielen. Simone Schlosser von Deutschlandradio Kultur hat die Profis von Mousesports besucht und mit ihnen über ihre Vorbereitung zur Counter-Strike Weltmeisterschaft, der ESL One in Köln, gesprochen.

Niemand täuscht so gut wie Spieleentwickler

Kill Screens Matt Sayer erklärt die Kunst der Täuschung. Statt die Täuschungen auf eine Ebene mit denen in der Malerei und Filmen gleichzusetzen, geht er sogar noch einen Schritt weiter und ernennt Videospiele zu den Meistern der Täuschung.

Game Studies – Ein Spiel über Spielewissenschaft

Michelle Ehrhardt berichtet für Killscreen über ein Spiel, das von akademischer Spielwissenschaft aufgestellte Binsenwahrheiten hinterfragt. Pippin Barr und Jonathan Lessard, beide selbst Akademiker, nennen ihr gemeinsam entwickeltes Spiel passenderweise “Game Studies”. Mit dem Spiel wollen sie dem Spieler das breite Feld der Game Studies näher bringen.

Studien zu Frauen in der Gamingbranche

Eine Studie bestätigt: Frauen sind genau so geschickt im Zocken wie Männer. Doch wozu noch immer solche Studien? Muss so etwas wirklich noch bewiesen werden? Damit beschäftigt sich Mathias Windhager von Gameswelt.

Gaming über Generationen hinweg

Auf dem GameStar Blog erzählt User Guuge82 von seinen Erfahrungen als Gamer und den Schwierigkeiten Familie und Gaming zu vereinen. Er selbst wurde von seinem Vater schon im Kindesalter an die Welt der PCs herangeführt und berichtet nun von seiner Entwicklung vom Gamer Kind zum Gamer Vater.

Herzlich Willkommen im Profisport: Doping und Wettbetrug in der eSport-Szene

Gameswirtschaft berichtet von der neu ins Leben gerufenen eSports Integrity Coalition (ESIC). Wo Geld im Spiel ist, sind Betrüger nicht weit. Um gegen solche Tendenzen vorzugehen, gründen die Electronic Sports League (ESL) und Dreamback die ESIC.

Videospiele sind nichts für ältere Menschen – Unsinn!

Auf der Seite der WirtschaftsWoche stellt Manoucher Shamsrizi in einem kurzen Video die Senioren-Spielesammlung Memore vor. Das Motto: Videospiele mit therapeutischer und präventiver Wirkung für Senioren mit gestenbasierter Steuerung.

Augmented und Virtual Reality machen aus Videospielen Real Life

Bei #MoinMoin sprechen Budi und seine Gäste Mareike Ottrand und Christian Schiffer über aktuelle Trends wie Pokémon Go, Augmented Reality, Virtual Reality und mögliche Folgen dieser neu geschaffenen Realitäten.

Gewaltdiskussion: Die Geschichte muss sich nicht wiederholen

Die tragischen Ereignisse der vergangenen Tage beleben auch eine Debatte wieder, die eigentlich als beendet angesehen wurde oder zumindest nur noch am Rand der medialen Aufmerksamkeit geführt wurde. Innenminister Thomas de Maizière sagte einen Tag nach dem Amoklauf in München, es sei „nicht zu bezweifeln, dass das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet auch eine schädliche Wirkung auf die Entwicklung gerade junger Menschen hat. […] Das kann kein vernünftiger Mensch bestreiten.“ Für die meisten war aber sofort klar: Man muss darüber streiten. Es sei sogar wichtig, dass über das Thema gestritten wird. Zu diesem Schluss kommt Markus Böhm auf Spiegel Online, der sich vor allem wünscht, dass alle einmal tief durchatmen sollten. Auch Michael Graf hofft auf gamestar.de, dass über Gewalt in Spielen sachlich diskutiert wird und die ganze Gesellschaft – also auch und insbesondere die betroffenen Spieler – mit einbezogen werden und Gehör finden. Alle seien dafür verantwortlich, wie Spiele und Spieler in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Graf wünscht sich, dass sich diesmal gegenseitig zugehört und keine ganze Gruppe an Menschen diffamiert wird, denn: Es sei nichts Schlechtes, über gewalthaltige Spiele zu reden. Wenn man es nur richtig macht. Wolfang Walk schließt sich auf Der Blindband grundsätzlich dieser Ansicht an. Er schreibt, dass die Diskussion geführt werden sollte, sogar geführt werden müsse. Das läge nicht nur daran, weil man dann ihren Rahmen bestimmen könne, sondern weil man am Ende gar bessere Spiele haben werde.

Kommentare
  1. RobertaSim sagt:

    „Videospiele sind nichts für ältere Menschen – Unsinn!“ Unsinn ist dieser Titel hier und in der Wirtschaftswoche (RetroBrain lockt Senioren“. Er impliziert, dass altere Menschen/ Senioren unbedingt therapiert werden müssen. Ein Spiel sollte ein Spiel bleiben, Wenn einem älteren oder alten Menschen das Spiel Freude bereitet ist dass sich schon Therapie genug. Ich (kurz vor 70) spiele täglich zwischen 4 bis 8 Stunden „Die Sims4“ , das erfordert Kreativität, bringt Emotionen, weckt Erinnerungen und macht Freude. Die Interaktionen in der Spiele-Community bringen Erfolgserlebnisse und fördern die Diskussionsfähigkeit. Da das Spiel weltweit verbreitet ist, fördert es auch die vorhandenen Sprachkenntnisse.
    Senioren sind nicht alle pflegebdürftig oder physischisch/psychisch eingeschränkt , Also bitte, differenzieren wenn über Spiele und ältere bis alte Menschen geschrieben wird.

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