Weil das Thema Computerspielsucht immer wieder aufkommt, hier erneut ein paar Thesen zum Thema.
veröffentlicht von Martin Lorber am 10. Oktober 2014

Diskussion um einen neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geht in die zweite Runde

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Aufgrund zunehmender digitaler Verbreitung von Medieninhalten ist es immer wichtiger, Instrumente und rechtliche Rahmenbedingungen den aktuellen Entwicklungen anzupassen, um Kinder und Jugendliche vor nicht altersgemäßen Inhalten zu schützen. Im Moment bewegen wir uns hier leider immer noch auf einem Niveau, das den tatsächlichen Begebenheiten nicht mehr gerecht wird. Dies zu ändern und die Rechtsgrundlage auf die neue digitale Welt anzupassen, ist schon lange das Ziel verschiedener Institutionen und Akteure.

Aktuell arbeiten die 16 Bundesländer an einem Eckpunkte-Papier, das für die Schaffung eines neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags herangezogen werden soll. Zu diesem Zweck hatten sie im Frühjahr dieses Jahres einen angepassten Entwurf zur Online-Konsultation freigegeben. Hintergrund: 2010 scheiterte der letzte Entwurf für einen neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) nicht zuletzt daran, dass weder die ‘Netzgemeinschaft’ noch die Medienpädagogik in den Entwicklungsprozess mit eingebunden wurden. Dies soll nun anders sein. In der ersten Konsultationsrunde haben Interessierte und Betroffene ihre Gedanken, Kritik und Anregungen zu den vorgeschlagenen Änderungen einbringen können. Dabei wurden 469 Kommentare und 125 Bewertungen abgegeben.

Die Ergebnisse der Diskussion wurden von den Ländern aufgenommen und teilweise in das neue Papier eingearbeitet, hieß es. In einer zweiten und abschließenden Konsultationsrunde (www.ideen-jugendmedienschutz.de/) haben nun alle Bürger noch einmal die Möglichkeit, sich über die Änderungen zu informieren und sie erneut zu kommentieren. Noch bis zum 17. November werden Ideen gesammelt, um danach hoffentlich ausgewertet und in Eckpunkte für die geplante Novelle umgewandelt zu werden. Ich werde mir das erst einmal genau anschauen und mich dann an diesem wichtigen Prozess beteiligen. Ein erster kurzer Blick zeigt, dass einige Bedenken aufgenommen wurden und der Text entsprechend abgeändert wurde. Das ist schon einmal erfreulich.

Da es sich um ein wirklich wichtiges Thema handelt, dessen gesamtgesellschaftliche Relevanz kaum zu unterschätzen ist, kann ich jedem nur ans Herz legen, sich unter www.ideen-jugendmedienschutz.de/ an der Online-Konsultation zu beteiligen.

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