Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) vertritt die Interessen der Games-Branche in Deutschland.
veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2016

Warum wir einen modernen Jugendmedienschutz brauchen?

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Ein funktionierender Jugendmedienschutz muss nicht kompliziert sein. In der Realität sieht es in Deutschland leider anders aus. Die aktuelle Gesetzeslage gestaltet sich kompliziert, veraltet und uneinheitlich. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungsmedien (BIU) erklärt in einem Video wieso und was sich ändern muss.

Jugendmedienschutz auf dem Niveau von 2007

Früher beschränkte sich die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen vor allem auf TV, Konsole und PC in den eigenen vier Wänden. An digitale Medienangebote wie YouTube oder Facebook war noch nicht zu denken. Heute sind Inhalte über unterschiedlichste Geräte immer und überall zugänglich. Leider spiegelt die aktuelle Gesetzeslage diese Veränderung nicht wider. Im Moment bewegen wir uns beim gesetzlichen Jugendmedienschutz bestenfalls auf dem Niveau von 2007. Die geplante Überarbeitung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) geht in die richtige Richtung aber ist nicht zukunftssicher.

Kleine Änderungen am JMStV reichen nicht aus

16 Bundesländer regeln gemeinsam den Jugendschutz im Internet. An der Ladentheke dagegen bestimmt ein Bundesgesetz den Jugendschutz. Dadurch gelten für ein Spiel oder einen Film auf DVD  völlig andere Regeln, als für denselben Inhalt im Internet und für das Fernsehen gibt es wieder andere Richtlinien. Die Gesetze sind alt, passen nicht mehr zur heutigen Medienrealität und sind viel zu kompliziert. Schon jetzt gibt es moderne Lösungen wie Jugendschutzprogramme, die Eltern aktivieren können oder die Alterskennzeichen der USK auch für Apps. Kleine Änderungen im Staatsvertrag reichen dafür nicht. Vielleicht hilft das Video ja, hier ein Bewusstsein für die Problematik eines zukunftssicheren Jugendmedienschutz zu schärfen. Zu wünschen wäre es.

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