veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2011

Veranstaltungsfazit: Wirtschaftlicher Impuls und gesellschaftlicher Wert von Computerspielen

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Die gestrige Veranstaltung Computerspiele: Wirtschaftlicher Impuls und gesellschaftlicher Wert in Berlin machte deutlich, wie sehr dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Computerspielwirtschaft am Herzen liegt. Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto sagte in seiner Begrüßung: „Für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland hat Kreativität besondere Bedeutung. Die Gamingbranche sorgt für kreative und innovative Arbeitsplätze, und sie schafft kulturelle Werte Das Medium Computerspiel hat daher eine positive konnotierte Debatte verdient.“ Um das richtige Umfeld zu schaffen, wolle man daher keine übermäßige Regulierung, sondern vielmehr die Branche fördern.

Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Sebastian Blumenthal zeigte viel Verständnis dafür, dass man mit dem komplizierten Sonderweg des deutschen Jugendschutzes) die deutsche Spielewirtschaft benachteilige und dem Jugendschutz dennoch keinen Vorteil biete. Eine europäische Lösung könne hier hilfreich sein, allerdings gäbe es hierbei zahlreiche Detailprobleme zu bedenken. Da konnte sich der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann nur darüber wundern, dass wieder einmal ausführlichst und fast ausschließlich über das Thema Regulierung und Jugendschutz debattiert wurde und kulturelle und künstlerische Fragen zu kurz kämen. Keinem Maler oder Regisseur von Rang würde es einfallen, zunächst einmal über den Jugendschutz nachzudenken, wenn er an ein neues Werk ginge.

Mein Kommentar dazu war und ist: „Leider werden Computer- und Videospiele immer noch eher als Gefahrengut, denn als Kulturgut behandelt.“

Weitere Links zum Thema:

Web: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (bmwi.de)

Programm: Info Kreativ – Computerspiele: Wirtschaftlicher Impuls und gesellschaftlicher Wert (pdf, kultur-kreativ-wirtschaft.de)

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