veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2013

Rechtliche Hintergründe zum Thema Jugendschutzprogramme

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Anfang 2012 hat die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) erstmalig zwei Jugendschutzprogramme offiziell anerkannt, darunter auch das von Electronic Arts unterstützte Programm JusProg. Bei JusProg handelt sich um eine Filtersoftware, die Eltern auf den PCs ihrer Kinder installieren können. Jede Webseite, die aufgerufen werden soll, wird von JusProg nach einem Label mit Informationen über die Jugendfreigabe abgesucht. Inhalte die nicht als altersgerecht freigegeben sind, können dann nicht eingesehen werden.

Mit der Anerkennung erweitern sich die Möglichkeiten von Inhalte-Anbietern im Internet, den Anforderungen des Jugendmedienschutzes, die im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag festgelegt sind, Genüge zu tun. Das bietet mehr Sicherheit. Rechtssicherheit für die Anbieter und die Sicherheit der Eltern bei dem Schutz ihrer Kinder vor nicht altersgerechten Inhalten im Internet.

Die die sogenannte „Privilegierung“ galt zunächst nur für Anbieter von Inhalten bis maximal zur Altersstufe „ab 16 Jahre“. Zum 1. Juni 2013 soll die Privilegierung auch für Inhalte „ab 18 Jahre“ gelten. Im Rahmen der baldigen Erweiterung der Anerkennung der Jugendschutzprogramme hat sich der Medienrechtler Dr. Marc Liesching im „beck-blog“, einem Fachblog für juristische Fragen, eingehender mit den rechtlichen Hintergründen des Themas befasst. In seinem Beitrag erklärt er, warum einer Privilegierung „ab 16 Jahren“ eine Privilegierung „ab 18 Jahren“ folgen muss.

Weitere Links zum Thema:

Blog: KJM erkennt erstmals zwei Jugendschutzprogramme an

Blog: Studie zu Möglichkeiten und Grenzen des technischen Jugendmedienschutzes vorgestellt

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