veröffentlicht von Martin Lorber am 12. Dezember 2011

Mit Medienkompetenz in den Weihnachtseinkauf

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Es ist Dezember und es weihnachtet sehr. Und wie in jedem Jahr stehen tausende Eltern vor der Frage nach dem passenden Geschenk für ihre kleinen. Doch neben Socken und Pulli, hoffen viele Kinder auch auf das neuste Videospiel unterm Baum. Aber welches? Gerade für Familien eine sehr schwere Entscheidung, schließlich kennen sich viele Eltern immer noch nicht mit Computer- und Videospielen sowie deren Inhalten aus. Manchen von ihnen fällt es schwer, die Faszination von interaktiver Unterhaltung nachzuvollziehen – entweder, weil sie selbst keine Erfahrungen damit gemacht haben, oder weil ihnen der Zugang zu diesem Medium fehlt. Dann kann es sein, dass die Vielfalt an verfügbaren Titeln und Genres Eltern überfordert oder verunsichert. Natürlich hilft ein Blick in die Verkaufscharts, daneben sind aber noch andere Dinge wichtig. Damit die Kinderaugen am Weihnachtsabend leuchten und die Eltern mit gutem Gewissen schenken, habe ich im Folgenden ein paar Tipps und Hinweise zum adäquaten Umgang und Kauf von Videospielen zusammengetragen:

1. Verstehen Sie, was Ihr Kind gerne spielt!

Der Fantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt – das zeigt sich auch in der Vielfalt der erhältlichen Computer- und Videospiele. Von der Eishockey-Simulation über das klassische Kartenspiel bis hin zum actionreichen Adventure ist alles dabei. Unabhängig davon, wie alt Ihr Kind ist, sollten Sie es sensibel beobachten. Interessieren Sie sich für seine Hobbys und lassen Sie sich von den Erlebnissen an Computer oder Konsole erzählen. Dann fühlt sich Ihr Kind ernst genommen und Sie entwickeln ein Gespür für die Inhalte. So bekommen Sie zum Beispiel auch mit, welche Art von Spielen sich als Geschenk eignet.

2. Achten Sie unbedingt auf die Alterskennzeichnung!

Genau wie Filme sind alle im Handel erhältlichen Computer- und Videospiele mit eindeutigen Altersempfehlungen gekennzeichnet. Für die Vergabe ist die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zuständig. Unabhängige Gutachter – in der Regel Pädagogen, Journalisten, Sozialwissenschaftler und Jugendschutzbeauftragte – prüfen die Titel im Hinblick auf Jugendschutz, um das Spiel in eine von fünf Altersgruppen einzustufen. Das entsprechende USK-Zeichen findet sich gut sichtbar auf der Verpackung und auf dem Datenträger und bietet Eltern eine wichtige Orientierungshilfe.

3. Informieren Sie sich im Vorfeld!

Computer- und Videospiele sollen in erster Linie Spaß machen. Viele haben aber auch einen Lerneffekt. Um Eltern bei der Auswahl zu unterstützen, zeichnen Organisationen und Initiativen jedes Jahr pädagogisch wertvolle Titel aus. Hier sind die wichtigsten Preise. Sie bieten – neben dem USK-Siegel – eine gute Orientierungshilfe.

Neben diesen Preisen steht auch der Deutsche Kinderschutzbund und die Initiative Spielen-Verbindet allen Eltern mit hilfreichen Tipps zur Seite. Auf den Websites können Sie sich ausführlich über Computer- und Videospiele, deren Inhalte und Auswirkungen auf Kinder informieren. Denn Computer- und Videospiele gehören zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen und den wichtigsten Gesprächsthemen von Kindern und Jugendlichen. Und ein Weihnachtsgeschenk darf auch einfach mal Spaß machen. Aber nur, wenn es in angemessenem Umfang konsumiert wird und Inhaltlich dem entspricht, was die Kinder verstehen und auch verarbeiten können.

http://www.spielen-verbindet.de/

http://www.ea.com/de/1/elternratgeber

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