veröffentlicht von Martin Lorber am 08. August 2010

Mehr Spieler: Gemeinschaft durch Online-Games

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Im Jahr 1965 sagte Intels Mitgründer Gordon Moore voraus, dass sich die Anzahl von Transistoren auf einem Mikrochip ungefähr alle zwei Jahre verdoppelt. 45 Jahre später beeinflusst Moores Gesetz immer noch die technologische Zukunft der Welt. Im Fahrwasser dieser Prozessor-Evolution entwickelte sich peu à peu auch die Unterhaltungstechnik rund um den PC weiter, die schließlich auch Technik-Fans und Videospieler zusammen brachte.

Die mittlerweile erwachsenen Spieler von damals erinnern sich zum Beispiel an die Mitte der 1990er aufkommende Subkultur der LAN-Partys. Auf diesen Versammlungen trafen und treffen sich auch heute noch PC-Begeisterte in Kellern, Turnhallen oder zu Hunderten in Stadthallen, vernetzten Ihre mitgebrachten PCs vor Ort, um mit- und gegeneinander PC-Spiele zu spielen. Neben den ersten mehrspielerfähigen 3D-Spielen waren seinerzeit vor allem Echtzeitstrategiespiele wie „Command & Conquer Teil 1: Der Tiberiumkonflikt“ (1995) und „Command & Conquer – Teil 2: Alarmstufe Rot“ (1996) enorm populär. Schließlich boten diese Titel pro Match bis zu vier Teilnehmern die Chance, in einem Echtzeitszenario mit- und gegeneinander zu taktieren.

Für die Teilnehmer von LAN-Partys war dieses Miteinander ein großer Reiz, der aber mit großem Aufwand verbunden war: Große PC-Gehäuse und Röhre-Monitore wogen schwer, wobei der Transport bei weniger technisch versierten Teilnehmern noch von den Mühen überschattet wurde, die dessen Einbindung in das lokale Netzwerk unter Windows 95 mit sich brachte. War beides geschafft, konnten die Spiele beginnen – und liefen häufig bis in die frühen Morgenstunden.

Im Jahr 2010 laufen Multiplayer-Spiele wesentlich bequemer ab, denn mittlerweile sind deutlich mehr Menschen per Breitband-DSL mit dem Internet verbunden. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, aber auch Telegramm-Software wie ICQ oder Skype bürgern sich sprichwörtlich bei den Internet-Einwohnern ein. Da ist es nur logisch, dass diese neuen Kommunikationsformen auch für Videospiele eingesetzt werden können – und so treffen im Internet Einsteiger und Profis in neuen Strategiespielen – unter anderem auch „Command & Conquer 4: Tiberium Twilight“ – aufeinander.

Bei den mittlerweile erwachsenen Spielern ergänzen die LAN-Bekanntschaften von damals nun jene spannenden, neuen Online-Freundeskreise. Aber wie lernen es junge Videospieler, diese vernetzte Welt zu deuten?

Weitere Links zum Thema:

Web: Beitrag zur BNC-Steckverbindung (wikipedia.org)

Download: Command & Conquer (www.commandandconquer.com)

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