veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2013

Medienpolitische Sprecherin der Grünen fordert schnelleres Internet

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Die Bundesnetzagentur hat heute eine neue Studie zur tatsächlichen Geschwindigkeit von Breitbandanschlüssen veröffentlicht, in der deutlich wird, dass Anspruch und Wirklichkeit beim Breitbandausbau weit auseinanderliegen. So sei es vielerorts so, dass Verbraucher mit deutlich langsameren Internetanbindungen surfen als ihnen vom Anbieter versprochen wurden.

Tabea Rößner, MdB und Sprecherin für Medienpolitik und Demografie für die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen hat daraufhin eine Pressemittelung veröffentlicht, in der sie auf diesen Missstand wie folgt reagiert:

„Wir brauchen keine Fantasiezahlen der Provider, sondern mehr Transparenz, wie hoch die Mindestbandbreite vor Ort tatsächlich ist. Für die Verbraucher sind die Angebote immer noch schwer zu durchschauen, zu schnell fällt man auf die hohen ,,bis zu…“-Versprechen der Anbieter rein, um dann viel Geld für wenig Leistung zu bezahlen. […] Was die Endkunden dann als Breitband verkauft kriegen, verdient dann oft nicht diesen Namen. Wir fordern deshalb dringend eine Universaldienstverpflichtung für schnelles Internet. Wir wollen auf diesem Weg jedem Haushalt einen Breitbandanschluss von mindestens sechs Mbit/m ermöglichen…“

Bereits im Januar fand ein öffentliches Fachgespräch zum Thema „Breitbandversorgung, Medienkonvergenz und Leitmedien – Ausgewählte Aspekte des Medienwandels und ihre politischen Implikationen“ statt. Medienpolitik.net hatte dazu berichtet. Damals hatte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung eingeladen und auf die Missstände wie auch die Notwendigkeit der Breitbandversorgung hingewiesen. Zwar seien in den letzten Jahren Fortschritte gemacht worden, doch sei dies noch lange nicht ausreichend. Der damals veröffentlichte Bericht machte deutlich, dass eine nahezu flächendeckende Breitbandversorgung für deutsche Haushalte anzustreben sei. Beim Thema Glasfaserausbau bliebe Deutschland demnach hinter anderen (auch europäischen) Ländern zurück.

Ich begrüße die Aussagen von Frau Rößner außerordentlich, denn auch für Gamer spielt diese Entwicklung eine wichtige Rolle. Immer mehr Spieler nutzen heute die Möglichkeit von Multiplayer-Angeboten, die dem gesamten Spielerlebnis in den letzten Jahren eine weitere spannende Komponente eröffnet hat. Schnelle Internetanbindungen sind dafür zwingend erforderlich und sollten meiner Meinung nach deutschlandweit Standard sein.

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