Weil das Thema Computerspielsucht immer wieder aufkommt, hier erneut ein paar Thesen zum Thema.
veröffentlicht von Martin Lorber am 06. Juni 2013

Macht der Spiele: Der SimCity Wahlkampf-Check

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Nur noch drei Monate, dann können die deutschen Wähler erneut ihre Rolle als Souverän ausüben und über die Zusammensetzung des Bundestags abstimmen. Doch bis dahin stellen sich viele Fragen: Welche Partei soll ich wählen? Welches Wahlprogramm entspricht meinen Vorstellungen und Wünschen? Auch für gut Informierte nicht immer leicht zu beantworten. Bei der Entscheidung helfen, können sicherlich tolle Online-Angebote wie der Wahl-O-Mat oder die Wahlkampf-Checks der verschiedenen Medien.

In diesem Jahr werden auch wir von EA mit einer spannenden Aktion mitmischen. Unter dem Motto „Macht der Spiele: Der SimCity Wahlkampfcheck“, lassen wir die Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (CSU), Lars Klingbeil (SPD) und Jimmy Schulz (FDP) vier Wochen unsere Städtebausimulation SimCity spielen. Als Leitfaden für ihre Entscheidungen im Spiel sollen die Wahlprogramme ihrer jeweiligen Partei für den Bundestagswahlkampf 2013 genutzt werden. Als virtuelle Bürgermeister fällen sie dabei Entscheidungen über diverse Bereiche der Politik – vom Verkehrswesen über die Energieversorgung bis hin zum Steuersystem. Die Herausforderungen für die Abgeordneten ähneln denen aus der Realpolitik: Es gilt, politische Vorhaben aus den einzelnen Bereichen sinnvoll aufeinander abzustimmen, Koalitionen für den Erfolg zu schmieden und sich so die Zustimmung der eigenen Bevölkerung zu sichern.

Da Simulationen wie SimCity heutzutage die Wirklichkeit schon täuschend echt abbilden können, sind wir uns sicher, dass es für alle Beteiligten einen Erkenntnisgewinn geben wird. Man kann gespannt sein, ob die Abgeordneten es schaffen ihrem Wahlprogramm treu zu bleiben und dieses spielerisch umzusetzen. Als Teilnehmer im Multiplayer-Modus können die Abgeordneten mit ihren Städten sowohl Wettbewerber als auch Kooperationspartner sein.

Zu welchem Ergebnis dieses Experiment kommt, ist schwer zu sagen. Immerhin ist es ein Novum, dass Wahlkampf in dieser Form in einem Computerspiel ausgetragen wird. Aber eines ist sicher: Bei allem politischen Wettstreit, soll auch der Spaß am Spielen nicht vergessen werden. Denn dies ist uns als Teil der Unterhaltungsbranche ja das größte Anliegen.

Am Montag habe ich mich mit den drei Abgeordneten zum offiziellen Start der Aktion in Berlin getroffen und von ihnen einige Statements einholen können.

Dorothee Bär, Mitglied der CSU-Bundestagsfraktion: „Ich freue mich sehr auf dieses Projekt. Das Tolle dabei ist, dass politische Entscheidungen hier sofort spürbar sind und man die Wirkung sofort sehen kann. Andererseits bin ich auch froh, dass Politik nur im Computerspiel ausschließlich per Mausklick gemacht wird.“

Lars Klingbeil, Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion: „Computerspiele sind heute nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern Teil unserer Kultur. Der SimCity Wahlkampf-Check ist für mich ein spannendes Experiment, weil es politische Themen und Auseinandersetzungen in eine Wirtschaftssimulation integriert.“

Jimmy Schulz, Mitglied der FDP-Bundestagsfraktion: „Ich fand Simulationsspiele schon immer faszinierend, da man mit diesen viel lernen und Zusammenhänge erkennen kann. Außerdem kommt der Spielspaß nie zu kurz. Ich freue mich daher auf das Projekt und einen spannenden, digitalen Wahlkampf.“

Insgesamt war schon zu spüren, dass Dorothee Bär, Lars Klingbeil und Jimmy Schulz mit viel Freude und Engagement an der Aktion teilhaben werden. Ich bin jedenfalls gespannt.

Über den Verlauf der Aktion werde ich hier regelmäßig berichten. Wer darüber hinaus Information sucht, findet diese auf der der deutschen SimCity-Website unter www.simcity.de und unter www.facebook.com/simcity.de.

Weitere Links zum Thema:

Blog: Eindrücke von der 2. Politiker-LAN im Deutschen Bundestag

Blog: Politiker-LAN im Bundestag: Ein Jahr danach!

Blog: Politiker-LAN

Kommentare
  1. Heiner sagt:

    Die in der Studie aufgezeigten Eigenschaften von Spielern am Computer vertrete ich schon seit Jahren. Mittlerweile bin ich 74 Jahre alt, spiele vorrangig Shooter seit ca. 14 Jahren und wurde damit zum ältesten aktiven Battlefieldspieler der Welt von EA gekürt (Gamescom 2012). Im täglichen Leben stelle ich immer wieder erstaunt fest, das ich in bestimmten Situationen weitaus schneller reagiere oder irgend etwas früher sehe als meine Mitmenschen. Als einfachste Beispiel sei hier mal genannt das Autofahren. Ich bin oft verblüfft, wie spät jüngere Fahrer eventuell sich anbahnende Gefahrensituationen erkennen und reagieren.
    Schon auf der „Gamescom 2012“ habe ich bereits u.a. in einem Interview sinngemäß folgendes ausgesagt:
    „Persönlich bemerke ich, dass bestimmte kognitiven Fähigkeiten meine Alters nicht nur erhalten bleiben, sondern sich eindeutig verbessern. Damit meine ich solche Eigenschaften, wie z.B. Aufmerksamkeitsverteilung, Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit“.
    Leider wurde diese Aussage aus unerfindlichen Gründen nirgends wo erwähnt. Es würde doch die genannten Ergebnisse der Studie voll und ganz unterstützen.

    1. Vielen Dank für den Hinweis und den interessanten Kommentar. Als aktiver Gamer im fortgeschrittenen Alter sind Sie ein schöner Beleg für die Ergebnisse der Studie. Auch Ihre Aussage hätte sicherlich gut zu dem Beitrag gepasst. Leider ist Ihr Kommentar aufgrund technischer Probleme einem falschen Beitrag zugeordnet worden und ich kann ihn nicht zum richtigen Beitrag verschieben. Es würde mich freuen, wenn Sie Ihren Kommentar erneut bei http://spielkultur.ea.de/kategorien/forschung/hardcore-gamer-mit-besseren-visuellen-fahigkeiten eintragen könnten. Das würde den Beitrag noch einmal aufwerten.
      Gerne würde ich mich mit Ihnen auch einmal persönlich zu dem Thema unterhalten. Kontaktieren Sie mich bei Interesse unter mlorber@ea.com. Ich würde mich sehr freuen.

  2. Ernsthaft?! sagt:

    „Da Simulationen wie SimCity heutzutage die Wirklichkeit schon täuschend echt abbilden können[..]“

    Wer findet in diesem Satz den Fehler?

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