veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2013

Jugendschutz: Sicher surfen dank „KinderServer“

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Kinder vor nicht altergemäßen Inhalten zu schützen wird durch die digitale Verbreitung von Informationen im Internet immer wichtiger. Der Jugendschutz ist ein wichtiger Punkt auf der Agenda des Bundesfamilienministeriums. Zu diesem Thema hat Kristina Schröder am 27. Februar den „KinderServer“ vorgestellt.

Der kleine Client, den der Benutzer auf dem heimischen PC installiert, erlaubt es bestimmte Websites für Kinder unzugänglich zu machen. Per Knopfdruck können folglich nur noch Websites aufgerufen werden, die von der Website „fragFINN“ und „Blinde-Kuh“ geprüft worden sind und eine Alterfreigabe von 12 Jahre aufweisen. Optional können Eltern einzelne Seiten zusätzlich freigeben, wenn sie den Inhalt der Homepage als für ihr Kind geeignet empfinden. Herunterladen kann man den Kinderserver unter der Internetadresse www.kinderserver-info.de. Die Installation und die Einrichtung ist schnell und leicht.

Der „KinderServer“ ist dabei nicht nur für den privaten Gebrauch geeignet, sondern eignet sich hervorragend für den Einsatz in pädagogischen Einrichtungen. „Der KinderServer ist für Eltern und Großeltern, aber auch in Kindergärten und Schulen ein wertvoller Helfer in der Medienerziehung“, so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Zusätzlich zu dem Schutz auf dem heimischen Rechner, bietet das Ministerium eine App für mobile Geräte an, um den Surfraum auf Smartphones und Tablets für Kinder sicherer zu machen.

Bereits in der jüngsten Vergangenheit ist das Thema Jugendschutz immer wieder in den Fokus gerückt. Initiativen wie „sicher online gehen – Kinderschutz im Internet“ und „Das Zentrum für Kinderschutz im Internet“ (I-KiZ) sind zwei von vielen Anlaufstellen bei denen sich Eltern darüber informieren können, wie man Kinder vor nicht angemessenen Inhalten schützen kann. Die Initiativen verfolgen dabei das Prinzip der verantwortungsvollen Nutzung von Informationen und Websites im Internet. Innerhalb des von den Eltern oder Lehrern definierten Raums sollen Kinder und Jugendliche den Umgang mit dem Internet lernen und dafür sensibilisiert werden. „Kinder sollen Spaß daran haben, das Internet zu entdecken und seine Chancen nutzen. Der KinderServer sorgt für die nötigen Freiräume zum Surfen auf für Kinder geeigneten Webseiten und schützt vor der Konfrontation mit Inhalten, die Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Mein Ziel ist, dass Kinder ihre Medienkompetenz von Beginn an in einem sicheren Surfraum entwickeln“, so Kristina Schröder.

Umfragen belegen, dass die Nachfrage nach Jugenschutzsoftware groß ist. 95% der Befragten finden solche Programme wichtig. Der „KinderServer“ bedient – neben den Jugendschutzprogrammen – diese Nachfrage. Denn die Deaktivierung des Servers ist einfach: Durch die Eingabe des Passworts werden sofort alle Regulationen aufgehoben und die Eltern können wieder alle Websites erreichen. Eine Beeinträchtigung für volljährige Nutzer entsteht also nicht.

Der „KinderServer“ ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung eines wirksamen Jugendmedienschutzes im Internet. Die Verantwortung der Eltern, ihr Kind im Umgang mit dem Internet und den neuen Möglichkeiten der Kommunikation schulen, ist größer denn je. Mit dem neuen Angebot wird der Jugendschutz gefördert, ohne volljährige Nutzer zu beeinträchtigen. Kinder und Jugendliche für die Tragweite des Internets zu sensibilisieren wird durch den „KinderServer“ deutlich einfacher.

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