Gemeinsames Spielen digitaler Spiele von Eltern und Kindern hilft bei der Wahl des richtigen Geschenks.
veröffentlicht von Martin Lorber am 12. Dezember 2015

Digitale Spiele schenken: Ratgeber für Eltern

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Digitale Spiele stehen als Geschenk ganz oben auf der Beliebtheitsskala von Kindern und Jugendlichen. Doch nicht alle Eltern kennen sich bei digitalen Spielen aus oder haben den Überblick zu aktuellen Spielen. Die Wahl des richtigen Spiels für die eigenen Kinder fällt deshalb oft schwer. Dabei ist es sehr wichtig, darauf zu achten, welche digitalen Spiele die Kinder spielen. Obwohl Eltern die Hauptbezugsquelle von digitalen Spiele sind (siehe miniKIM 2015), spielen viele Kinder nicht für ihre Altersstufe freigegebene Spiele. Das muss nicht sein. Im Folgenden habe ich ein paar Tipps für den Einkauf von digitalen Spielen als Geschenk zusammengestellt.

Welche digitalen Spiele interessieren meine Kinder?

Das Medium „digitales Spiel“ besitzt eine sehr große Vielfalt. Die Bandbreite an unterschiedlichen Spiele-Genres wie Adventurespiele, Rennspiele, Sportspiele, Jump and Run Spiele oder Strategiespiele ist riesig. Wenn Sie also nicht nach einen konkreten Wunschgeschenk des Kindes suchen, sollten Sie herausfinden, was es mag. Um dies herauszufinden, können Sie mit ihrem Kind über das Hobby sprechen oder noch besser selber aktiv werden. Signalisieren Sie Interesse und spielen Sie gemeinsam. So bekommen Sie einen Überblick über die Welt der digitalen Spiele und zeigen, dass Sie das Hobby Ihrer Kinder ernst nehmen.

Wie finde ich altersgerechte Spiele für meine Kinder?

Digitale Spiele sind ein Hobby für alle Altersstufen. Es gibt Spiele für Erwachsene und es gibt Spiele für Kinder. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sollten Eltern einen Blick drauf haben, was ihre Kinder spielen. Obwohl Eltern die Hauptbezugsquelle von digitalen Spiele sind (siehe miniKIM 2015), spielen viele Kinder nicht für ihre Altersstufe freigegebene Spiele. Die Ursache hierfür liegt oft entweder im Desinteresse oder Unwissen der Eltern begründet. Mein Tipp: Informieren Sie sich! Es gibt eine ganze Reihe von seriösen und unabhängigen Anlaufstellen, um sich über altersgerechte digitale Spiele informieren kann. So zum Beispiel die USK.

USK: Altersgerechte Inhalte in digitalen Spielen

Bevor ein digitales Spiel in Deutschland erscheinen und an Minderjährige verkauft werden kann, muss es sich einer kritischen Prüfung durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle „USK“ stellen. Die USK stellt ihre komplette Datenbank zur Verfügung. Hier können sich Eltern informieren, ob die Spiele für die eigenen Kinder altersgerecht sind. Unter www.usk.de stellt die USK alle von ihr eingestuften Spiel in einer Datenbank bereit. So lässt sich ganz einfach feststellen, für welche Altersstufen die Inhalte des jeweiligen Spiels geeignet sind. Mehr sagt das Kennzeichen allerdings nicht aus. Ein Spiel mag zwar für kleine Kinder ungefährlich sein, aber dennoch zu schwierig und komplex.

Passende Spiele finden

Konkretere Informationen gibt es auf Informationsseiten wie www.spielbar.de oder www.spieleratgeber-nrw.de. Hier beurteilen Medienpädagogen oder Kinder und Jugendliche viele aktuelle Spiele. Die Leser können sich so ein besseres Bild von den jeweiligen Spieletiteln machen und aufgrund der Informationen entscheiden, ob die Spiele für ihre Kinder taugen. Um sich Inspiration zu digitalen Spielen für die ganz Kleinen zu holen, gibt es ebenfalls sehr gute Anlaufstellen. So zeichnen Preise wie der Tommi, Pädi und die Giga-Maus Preis jedes Jahr besonders empfehlenswerte Spiele und Apps für Kinder aus.

Selber spielen hilft

Das eigene Unwissen über digitale Spiele kann also keine Ausrede für Eltern sein. Ich kann es nicht oft genug betonen: Generell sollten Eltern ihre Kinder beim Medienkonsum begleiten, ohne sie eng an die Leine zu legen. Während der gemeinsamen Spielzeit lassen sich Inhalte besprechen und in einen Kontext setzen. Das hilft den jungen Menschen bei der Ausbildung einer eigenständigen Medienkompetenz und fördert im idealen Fall auch die Bindung zum eigenen Kind. Wer sich vorher das nötige Grundwissen aneignen möchte, kann dies mit einem Blick in den EA Elternratgeber tun. Und noch einen Vorteil hat das gemeinsame Spielen: Es bietet einen hervorragenden Grund, selbst noch einmal ausgiebig zu Maus, Tastatur oder Controller zu greifen.

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