veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2011

Besuch beim Cologne Game Lab

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Am gestrigen Donnerstag nahm ich als Mitglied an der ersten Sitzung des Advisory Boards des Cologne Game Lab (CGL) der Fachhochschule Köln teil.

Inzwischen hat der erste Jahrgang des Masterprogramms „Game Development and Research“ sein erstes Semester absolviert. Die beiden Leiter und geistigen Väter des CGL, Prof. Björn Bartholdy und Prof. Dr. Gundolf Freyermuth, gaben einen Überblick über aktuelle Projekte, Kooperationen und Forschungsvorhaben. Diese reichen schon nach ganz Europa, Asien und Amerika. Auch die Studierenden kommen teilweise aus Übersee und haben ganz unterschiedliche berufliche und künstlerische Hintergründe. So sind freie Künstler ebenso dabei wie Politikwissenschaftler, Kulturwissenschaftler, Toningenieure und Produzenten.

Überrascht bei der Spielepräsentation hat mich die Vielfalt der unterschiedlichen Ansätze und vor allem die gestalterische Kraft der einzelnen Projekte, die schon im ersten Semester realisiert wurden. Besonders beeindruckt hat mich dabei eine faszinierende Variation des Jump’n’Run-Genres: „Phantom Limb“.

Screenshot aus „Phantom Limb“
Screenshot aus „Phantom Limb“

In dem Spiel muss ein kubistischer Mensch, in einer ebenfalls an den Kubismus angelehnten Welt, sich Fragmente seiner Umgebung einverleiben, um den Verlust der eigenen Körperlichkeit auszugleichen. Das Spiel von Benjamin Gögge und Achim Fell entstand in Zusammenarbeit mit den Designern Olga Epikhina, Fabricio Rosa Marques, Volker Zerbe sowie dem Game Designer Maximilian Christ. Es ist geradezu eine Parabel für die Interaktion und die wechselseitige Bedingtheit des Menschen mit seiner Umwelt – unterhaltsam dargestellt.

Leider mussten wir auf der Sitzung auch erfahren, dass das hoffnungsfroh gestartete Projekt Cologne Game Lab schon wieder auf unsicheren finanziellen Füßen steht. Ich hoffe sehr, dass sich die Landesregierung und / oder die Filmstiftung NRW der Sache annimmt. Den erklärten politischen Willen, interaktive Unterhaltung in NRW zu fördern gibt es ja und die Ausbildung sollte da einen wesentlichen Teil darstellen. Die Geschäftsführerin der Filmstiftung NRW, Petra Müller, ist aber ebenfalls Mitglied des Advisory Boards. Eine direkte Kommunikation ist hier also möglich.

Weitere Links zum Thema:

Web: Game Development and Research (fh-koeln.de)

Web: Cologne Game Lab (colognegamelab.de)

Kommentare
  1. Olga sagt:

    Ich verstehe nicht warum nicht alle Entwickler des Spiels erwähnt wurden?

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