Spielderdaten FIFA 16 Game
veröffentlicht von Martin Lorber am 03. März 2016

Wer steckt hinter den Datenbanken für die FIFA-Reihe?

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Kernstück unserer beliebten FIFA-Reihe ist sicherlich die umfassende Datenbank zu Spielern, Mannschaften und Stadien. Immer wieder fragen uns Fans, wie wir diese große Menge an Daten sammeln und pflegen. Hinter der Datenbank für die FIFA-Spiele steckt das Team Data Collection & Licensing (DCL) hier bei Electronic Arts (EA) in Köln. Unter der Leitung des langjährigen Kollegen Michael Müller-Möhring betreuen 31 Mitarbeiter FIFA und alle anderen Fußballprodukte aus dem Hause EA.

Mehr als nur Spielerdaten zu FIFA sammeln

Das Team kümmert sich um das Game Team Account Management, Asset Management, Client Management und den Data und Live Support für alle Fußball-Titel von EA. Das umfasst die Zusammenarbeit und Beratung der vielen Entwicklungsteams und einzelnen Abteilungen von FIFA in Sachen Lizensierung und Authentizität. Sie beraten die Spieldesigner und Produzenten, welche neuen Features sinnvoll und authentisch daherkommen und in Einklang mit Lizenzrechten und Verträgen stehen.

Zum anderen sammeln sie Referenzmaterial für die vielen Assets im Spiel: Trikots, Bälle, Schuhe, Torwarthandschuhe, Trophäen, Stadien, Ingame-Bildmaterial, Team- und Liga-Logos, 3D Wipes, Spieler- und Managerköpfe und Broadcast Overlays. Dazu gehört auch das Überprüfen dieser Assets, da sich die Grafiker in Kanada und Asien in den meisten Fällen nur bedingt mit Fußball auskennen.

Beim EA FIFA Datenbank Team unter Michael Müller-Möhring gehts offensichtlich um Fussball

8.000 Experten arbeiten an FIFA-Datenbank

In FIFA tummeln sich mittlerweile mehr als 17.000 Spieler in 670 Mannschaften, diese Menge an Daten lässt sich mit ein paar Handvoll Mitarbeitern nicht bewältigen. Deshalb arbeitet das Team mit einer Community von derzeit rund 8.000 Fußballexperten aus aller Herren Länder als Datenbank-Editoren, die sich mit dem lokalen Fußball auskennen. Zu guter Letzt stellt DCL sicher, dass all die verschiedenen FIFA-Produkte das ganze Jahr über mit frischen Daten und Inhalten versorgt werden. Diese Aufgabe umfasst das wöchentliche Datenbank Update für FIFA ebenso wie das Bereitstellen des „Team of the Week“ für FIFA Ultimate Team.

Woher kommen die Infos zur FIFA-Datenbank?

Man würde aufgrund der Popularität und Reputation von FIFA ja meinen, dass die Spieler ihre Werte und Updates von sich aus telefonisch durchgeben – dem ist aber nicht so. Das Team bezieht die meisten Infos aus gut unterrichteter Hand. Hauptsächlich von Webseiten, aber natürlich spielen Printmedien, das Fernsehen und der muntere Besuch von Fußballstadien eine Rolle. Dazu verfügt jeder Produzent über sein eigenes Netzwerk an Datenbankeditoren, Reviewern, Kollegen aus der Spiele-, Medien- oder Datenbranche oder aber vereinzelt auch der „echten“ Fußballwelt. Lukas Podolski zum Beispiel wohnte in seiner Kölner Zeit quasi nebenan und kam gerne mal vorbei, um mit dem FIFA-Datenbank-Team über seine FIFA-Werte zu diskutieren.

Ein Teil des Teams hinter der FIFA Datenbank von EA mit Michael Müller-Möhring

Abwechslungsreicher Tagesablauf

Die Arbeit in dem Team ist recht abwechslungsreich und von großer Internationalität geprägt. Derzeit arbeiten in dem 31-köpfigen Team Kollegen aus folgenden Nationen: Australien, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Italien, Kanada, Pakistan, Portugal, Rumänien, Schottland, Serbien, Spanien, Ukraine und Ungarn. Für unsere Produzenten ist es nicht nur hilfreich, sondern zwingend erforderlich, selber Fußballfan zu sein. Sonst wäre es wirklich kaum möglich, hier den Überblick zu behalten.