veröffentlicht von Martin Lorber am 01. Januar 2014

USK nimmt Kunstaspekt von Spielen in ihre offiziellen Leitlinien auf

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Sehr schöne Neuigkeiten aus Berlin. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat heute eine Überarbeitung ihrer Leitkriterien veröffentlicht. Künftig soll der künstlerische Aspekt von Computerspielen bei der Einstufung der Inhalte explizit berücksichtigt werden.

Fortan heißt es in der Richtkriterien-Präambel, dass Computerspiele als „ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur“ angesehen werden, die „Merkmale einer Kunstform in der zeitgenössischen Unterhaltung erhalten. Durch die Chance der Interaktivität können sich Entwickler wie Spieler durch das Medium ausdrücken, sich kritisch mit Gesellschaft und ihren Prozessen auseinandersetzen und dabei Wirklichkeit, Entwicklung und Veränderung reflektieren.“

Dies ist eine Entwicklung, die durchweg zu begrüßen ist. Zum einen verdeutlicht es noch einmal, dass Computerspiele als interaktive Unterhaltung in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und immer stärker als Kulturgut wahrgenommen wird. Auf die konkrete Altersfreigabe hat und sollte das natürlich trotzdem keinen Einfluss haben. Wohl aber kann solch ein Kunstvorbehalt bei der Frage der Indizierung eine gewichtige Rolle spielen. Wer sich genauer mit diesem Thema und den daraus ergebenden Implikationen befassen möchte, sollte sich den spannenden Gastbeitrag von Dr. Murad Erdemir anschauen.

Weitere Links zum Thema:

 

Blog: Gastbeitrag Dr. Murad Erdemir: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ – Kunstvorbehalt und Altersfreigabe durch die USK

Blog: Games und Gesellschaft: Ein Interview mit Andreas Lange (Direktor Computerspielemuseum in Berlin)

Blog: Neuer USK-Bericht zur Klassifizierung von Spielen

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