veröffentlicht von Martin Lorber am 12. Dezember 2010

Spielen verbindet: Auswärtsspiel in Montreal

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Am 19. Februar 2010 besuchte Adrian Wahl (Studio PR Manager und Lead Database Coordinator, Bright Future) das Goethe-Institut Toronto und zeigte interessierten Lehrern vor Ort, wie man die deutschsprachige Fassung ihres Spiels Fussball Manager 10 im Deutschunterricht einsetzen kann. Den Lernansatz „Videospiel als interaktives Unterrichtselemente“ finde ich auch heute noch faszinierend und möchte sie Ihnen daher gerne vorstellen.

Quelle: Goethe-Institut, Toronto
Quelle: Goethe-Institut, Toronto

Anhand vieler kreativer Beispiele und Aufgaben vedeutlichte Adrian Wahl , wie man Schülern zum Beispiel den Aufbau der deutschen Fussballbundesliga, die geographische Einordnung der Vereine, Sehenswürdigkeiten und weitere Details der Vereinsstädten näher bringt. Auch auf einzelne, besonders fussballbegeisterte Regionen läßt sich eingehen – da können Schüler beispielsweise darum gebeten werden, regionale Eigenheiten oder auch die Schalker Rekordheimsiege gegen Borussia Dortmund im Jahre 1985 zu recherchieren, um lokalen Rivalitäten auf den Grund zu gehen.

Da stelle ich mir die Frage, ob und welche Videospiele auch hierzulande dazu eingesetzt werden (und eingesetzt werden könnten), um Kindern und Jugendlichen gleichermaßen Wissen und Medienkompetenz zu vermitteln.

In meinen Augen ist es längst überfällig, Kinder noch stärker im Umgang mit modernen Medien zu erziehen. Die Notwendigkeit liest sich auch aus den Zahlen, die die Universtität Bielefeld in Kooperation mit dem Sozialforschungsinstitut tns Infratest für die Shell Jugendstudie 2010 ermittelt hat. Demnach hatten im Jahr 2006 83 Prozent der männlichen und 80 Prozent der weiblichen Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren Zugang zum Internet. Im Jahr  2010 sind es bereits 97 Prozent (männlich) und 95 Prozent (weiblich) – es wird also Zeit, weitere Ideen wie beispielsweise den geplanten Medienführerschein in die Tat umzusetzen.

Der Besuch des Goethe-Instituts Toronto war auf jeden Fall ein voller Erfolg, das Lernkonzept rund um den Fussball Manager 2010 wurde durch die Bank positiv aufgenommen:

„Auch Menschen, die kein großes Interesse am Fußball haben, können den Fussball Manager durchaus gut im Unterricht anwenden. Besonders wegen der multikulturellen, landeskundlichen und sozialen Aspekte des Spiels.“
Marianne Eiselt – Präsidentin ACTG – Instructor in der Universität von New Brunswick

„Der Fussball Manager ist ein hochinteressantes, realitätsnahes und höchst aktuelles Werkzeug, um die Deutschlerner spielerisch mit der Welt der deutschen Fußballsprache, deutscher Landeskunde und auch grammatikalischer Probleme wie zum Beispiel der Wechselpräpositionen etc. bekannt zu machen.“
Andrea Frings – Leigep de Saint-Laurent, Montreal, Quebeck – UQAM (Université de Québec  á Montreal)

„Das Spiel gibt meiner Meinung nach sehr viel für den Deutschunterricht her: Sprache, Fachsprache, Anglizismen, Landeskunde, Kultur – also wirklich alles, was man zum Deutsch lehren und lernen braucht. Und es ist ,spiel‘erisch!“
Cynthia Becker – ACTG – Deutschlehrerin an der King´s – Edgehill School, Windsor Nova Scotia

„Fussball Manager 10…. Ein tolles Instrument für den interessanten, motivierenden Deutschunterricht. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten um Vokabular, Grammatik, Geographie und Landeskunde auf spielerische Art beizubringen.“
Isolde Winter/Petra Hunke-Peitchninis – Kanadischer Verband Deutscher Sprachschulen

Weitere Links zum Thema:

 

Web: Shell Jugendstudie 2010 (www.shell.de)

Web: Universität von New Brunswick (www.unb.ca)

Web: Université de Québec á Montreal (www.uqam.ca)

 

Web: King’s-Edgehill School (www.kes.ns.ca)

Web: Kanadischer Verband Deutscher Sprachschulen (www.ualberta.ca)

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