veröffentlicht von Martin Lorber am 10. Oktober 2010

Interview zu gewalthaltigen Spielen: „Verbot würde nur zusätzlich attraktiv machen“

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Forderungen nach einem Verbot von gewalthaltigen Computerspielen tauchen  immer auf. Eine aktuelle Studie von Dr. Thorsten Fehr vom Institut für Neuropsychologie in Bremen will klären, ob es einen Zusammenhang zwischen Computerspielen mit Gewaltkomponenten und dem Verlangen nach der Ausübung von Gewalt in der realen Welt gibt.

Zu den Ergebnissen der Studie äußert sich Dr. Fehr übrigens in einem lesenswerten Interview mit der ZDF-Sendung „Volle Kanne“, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Wie stehen Sie zu dem Thema?

Weitere Links zum Thema:

Web: Interview „Ein Verbot würde nur zusätzlich attraktiv machen“ (zdf.de)

Web: Video-Interview „Gewalt in Games“ vom April 2009 (3sat.de)

Web: Institut für Neuropsychologie (www.neuropsychologie.uni-bremen.de)

Kommentare
  1. Jürgen sagt:

    Lieber Martin,

    Glückwunsch zu diesem längst überfälligen Blog, der zeigt, wie sehr wir eine neue Lernkultur digitaler Medien benötigen. Ein Thema, das die Schulen und Hochschulen der Zukunft beschäftigen wird. Denkbar wäre ein obligatorisches Unterrichtsfach „Digitale Kulturen“ o.ä. Auch im Hinblick auf das Pro und Contra von Computerspielen halte ich die von Dir angestoßene Debatte für unerlässlich. Kritisch ist hier sicherlich die Rolle der Eltern zu sehen. Ich selber bin ja auch eher skeptisch gegenüber den Spielen allgemein, nicht weil ich eine von ihnen ausgehende Gefahr für ein friedliches Miteinander der Gesellschaft fürchte (von Spielen ausgehende Gewalt scheint es wohl nach letzten Erkenntnissen so auch gar nicht zu geben?), sondern eher, weil ich die meisten Spiele als totlangweilig und schlichtweg überflüssig empfinde. In meinen Augen sind Spiele am PC größtenteils Zeitverschwendung, auch wenn Martin Burckhardt Recht haben mag, wenn er behauptet, Spieler virtueller Welten wären so etwas wie Leser begehbarer Räume. Doch anders als das Lesen guter Bücher bleibt die Lektüre der Spieler meines Erachtens doch weitestgehend außerstande, das dort Gelesene für reale Welten wirklich nutzbar zu machen. Und wenn schon, dann reizen mich persönlich eher die Strategie- und Sportspiele. Euer Fifa-Spiel ist eine wundervoll zeitraubende Abendbeschäftigung. Am liebsten ist mir allerdings und immer noch einfach eine Partie Schach gegen den alten Fritz. Doch gerade hier braucht man ja eine erhebliche Frustrationstoleranz und neigt zu aggressivem Verhalten dem virtuellen Gegner gegenüber 😉

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