Cosplay und Computerspiele passen gut zusammen. Hier sehen wir die berühmte Cosplayerin Amie Lynn als Faith aus Mirrors Edge.
veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2016

Cosplay und digitale Spielkultur

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Wer auf Veranstaltungen der Games-Branche wie der gamescom unterwegs ist, sieht immer mehr Besucher und Fans, die Figuren aus Videospielen darstellen. Das so genannte Cosplay hat seinen Ursprung zwar in der Manga- und Anime- Kultur Japans, jedoch scheint dessen Bedeutung für die Videospielkultur zu wachsen.

Was ist Cosplay?

Einfach gesagt, ist Cosplay nichts anderes als Menschen, die sich verkleiden. Ein Umstand, an dem man als Rheinländer in der fünften Jahreszeit nichts Ungewöhnliches erkennt. Cosplayer scheren sich jedoch nicht um regionale und temporäre Einschränkungen. Das Verkleiden als ihre Lieblingsfiguren aus Comics, Filmen und Computerspielen, betreiben sie als ganzjähriges Hobby. Um das Hobby hat sich eine komplette Subkultur entwickelt, die ihre Kostüme zu speziellen Anlässen wie Messen, Conventions oder Treffen tragen. Einen schönen Überblick bietet die größte deutsche Community animexx.

Geschichte von Cosplay

Über den Ursprung des Cosplays sind sich die Experten nicht ganz einig. Die einen legen den Ursprung in die USA der 1960er Jahre, wo sich junge Menschen aus der Science-Fiction- und Fantasy-Szene erstmals in ihre Lieblingsfiguren verwandelten. Andere sehen den Ausgangspunkt eher in den 1980er Jahren in Japan. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem. Unstrittig ist nämlich die Herkunft des Wortes Cosplay. Der japanische Verleger Nobuyuki Takahashi erwähnte ihn erstmals Anfang der 80er Jahre in einem Artikel der Zeitschrift „My Anime“. Seinen Siegeszug begann das Hobby um die Jahrtausendwende. Aus der sehr japanischen Subkultur wurde ein weltweites Massenphänomen.

Cosplay fester Teil der digitalen Spielkultur

Auf Veranstaltungen wie der gamescom sind Cosplayer zahlreich vertreten. Die gamescom richtet inzwischen sogar einen eigenen Bereich zu dem Thema ein. Das gamescom cosplay village bietet alles, was das Herz begehrt. Einen Kostümwettbewerb, Kostümpräsentationen von bekannten Künstlern, Fotoecken und kleine Werkstätten.

Echte Cosplayer bauen ihre Kostüme selbst.
Echte Cosplayer bauen ihre Kostüme selbst.

Cosplay Kostüme herzustellen bedeutet viel Arbeit

Wahre Cosplayer stellen sich ihre Kostüme selbst zusammen. Und wie jeder, der schon staunend so manches Kostüm bewunderte, wahrscheinlich schon vermutete, bedeutet dies eine ganze Menge Arbeit. Gute Cosplay-Kostüme brauchen ihre Zeit und erfordern einen guten Blick für Details. Die bekannte Cosplayerin Amie Lynn zeigt in einem Artikel am Beispiel von Faith aus Mirrors Edge, was ein gutes Kostüm ausmacht.

Cosplay und Computerspiele: Eine fruchtbare Verbindung

Die Verbindung zwischen Cosplay- und Games-Kultur ist schönes Beispiel, wie zwei Subkulturen sich gegenseitig beeinflussen und befruchten können. Cosplayer bereichern mit ihren Auftritten und Kostümen die Veranstaltungen der Computerspiel-Branche. Ohne sie wären Messen wie die gamescom im wahrsten Sinne des Wortes ein ganzes Stück farbloser. Spiele-Entwickler und -Designer freuen sich, dass die von ihnen geschaffenen Spielfiguren Menschen insoweit berühren, dass sie Einzug in den Cosplay-Kosmos finden. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf die nächste gamescom und bin gespannt, welche Figur in diesem Sommer ganz weit vorne ist.

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