veröffentlicht von Martin Lorber am 09. September 2011

Universität Duisburg-Essen: Zu Besuch im Game Technology Competence Center

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Das Game Technology Competence Center (GTCC) der Universität Duisburg-Essen wurde 2009 eingerichtet und ist Bestandteil der GDI.Ruhr, die mit mehr als 20 Partnern aus der Games-Branche zusammenarbeitet. Aufgabe des GTCC ist hierbei die Betreuung technologieintensiver Projektbereiche und die Unterstützung des Wissenstransfers zwischen Forschung und Wirtschaft. Seit mehreren Jahren forscht und arbeitet man an der Universität bereits im Bereich des digitalen Spiels und entwickelt Technologien und Methoden des interaktiven digitalen Storytellings.

Gamewriting-Tool
Gamewriting-Tool

Vergangenen Monat konnte ich die Forschungsgruppe an der Universität Duisburg-Essen besuchen und möchte in diesem Beitrag über meine Eindrücke berichten. Das Zentrum funktioniert interdisziplinär, zwei verschiedene Lehrstühle kombinieren hier ihr Wissen für die gemeinsame Arbeit an verschiedenen Projekten. Um eine möglichst hohe Praxisnähe zu schaffen, geht das Zentrum zusätzlich zahlreiche Kooperationen mit Unternehmen ein.

Im Rahmen dieses Projektes stellte mir das Team verschiedene aktuelle Projekte vor. Diese werden in Teamgrößen von bis zu 35 Studenten durchgeführt und fokussieren sich auf GameDesign, Entwicklung sowie Spielen und Lernen.  Einige dieser spannenden Projekte möchte ich hier exemplarisch vorstellen. Dazu habe ich Audio-Interviews mit beteiligten Mitarbeitern geführt, die ich hier ebenfalls zur Verfügung stelle:

Den Praxisbezug der Projekte spürte ich direkt bei den Präsentationen, so arbeitet ein Team rund um Robert Walter, M.Sc. beispielsweise an einem „Gamewriting Tool“, mit dessen Hilfe Spieleentwickler die komplette und oft komplizierte Arbeit an Dialogen vornehmen können. Dabei soll das Programm Schnittstellen sowie ein bequemes Interface für Autoren und Programmierer bieten und diesen oftmals komplizierten und aufwändigen Teil der Entwicklung erheblich vereinfachen.

Robert Walter, M.Sc. erläutert das System genauer:
Audio-Interview Gamewriting-Tool

Serious Game: „I like to move it!”
Im Vordergrund der Arbeit am Game Technology Competence Center der Universität Duisburg-Essen steht auch der praktische Einsatz von Spielen im Gesundheitsbereich. Serious Games erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – und so arbeitet man derzeit im Rahmen des Praxisprojekts „I like to move it!  Bewegungsspiele für Kinder und Senioren“ an verschiedenen Minispielen, die von Kindern, Senioren oder zum generationsübergreifenden Spielen genutzt werden können.

Bei einem der Minispiele pflegt der Spieler beispielsweise einen virtuellen Garten mit einem Traktor, den er mit Hilfe von Gewichtsverlagerung auf dem Wii Balance Board steuert. Das Spiel stelle auf diese Weise eine Verbindung her zwischen den Bewegungen des Spielers und dem Inhalt. Das Spiel baut auf medizinischen Untersuchungen auf, in einer zweiten Phase der Entwicklung sollen dann auch externe medizinische Experten in die Entwicklung integriert werden. Daher könnte der Titel zu Reha-Zwecken eingesetzt werden.

Robert Walter, M.Sc. erzählt mehr über das Spiel:
Audio-Interview „I like to move it!“

Diese beiden Projekte stehen nur exemplarisch für die spannende Arbeit des Game Technology Competence Centers. Dass auch in Deutschland immer mehr in diesem Bereich passiert und die Forschung an so praxisrelevanten Aspekten von Videospielen arbeitet, halte ich für überaus bemerkenswert.

Weitere Links zum Thema:

Web: Universität Duisburg-Essen

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