veröffentlicht von Martin Lorber am 12. Dezember 2014

Ralph Baer: Erfinder der ersten Videospielkonsole ist tot

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Die öffentliche Wahrnehmung bringt mit der Geburtsstunde der Videospielkonsolen oftmals Atari und das Spiel Pong in Verbindung. Aufgrund des großen Erfolgs des Spiels und der dazugehörigen Konsole, kann es sicherlich als der Startschuss für die Erfolgsgeschichte des digitalen Spiels bezeichnet werden. Doch schon vorher gab es Pioniere wie Ralph Baer, die mit viel Kreativität und guten Ideen den Weg für den späteren Siegeszug legten.

Der 1924 in Deutschland geborene und vor den Nazis in die USA geflohene Tüftler Ralph Baer entwickelte nämlich 1968 während seiner Zeit in der Rüstungsindustrie, quasi als privates Nebenprojekt, einen Prototypen, der später einmal als Magnavox Odyssey in den Handel kommen sollte. Als studierter Fernsehtechniker wollte er die Einschränkungen des passiv zu rezipierenden Mediums TV überwinden und dessen Technik zur Schaffung eines interaktiven Erlebnisses nutzen. Aus dieser Idee wurde der Grundstein für die heutigen Videospiele geboren. Krude zu bedienen und mit „Modulen“ aus Karton, natürlich technisch meilenweit entfernt von den heutigen Hochleistungskonsolen, boten sie zur damaligen Zeit dennoch ein nie dagewesenes Erlebnis.

Ralph Bear verstarb am 06.12.2014 im Alter von 92 Jahren. Der von ihm geschaffene, noch immer voll funktionsfähige, Prototyp ist im Smithsonian „National Museum of American History“ in Washington zu bewundern.

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