veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2012

Neuer Studiengang „Informatik: Games Engineering“ an der TU München

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Zum letzten Wintersemester startete an der Technischen Universität München ein neuer Bachelor Studiengang für angehende Gamedesigner. Unter dem Namen „Informatik: Games Engineering“ werden den Studierenden alle Grundlagen klassischer Informatik wie auch spielespezifische Inhalte vermittelt. Darunter fallen unter anderem die Kurse 3D-Simulation, künstliche Intelligenz und Social Games.

Mit der Einrichtung eines Studiengangs der sich die Ausbildung angehender Spieleentwickler zum Ziel gesetzt hat, reagiert die TU München auf die stetig wachsende Nachfrage an Informatikern und talentierten Entwicklern in Deutschland. Die praxisnahe Ausbildung wird durch eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Branche im Rahmen von Projekt- und Bachelorarbeiten gewährleistet. Darüber hinaus ist eine Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film geplant, die es den Studenten ermöglichen soll, bereits während des Studiums erste Einblicke in die Film- und Spieldramarturgie zu bekommen.

Ziel des Bachelor of Science ist zwar die Arbeit an und mit Videospielen, doch sollen die Absolventen langfristig auch für Berufe abseits der Spieleindustrie qualifiziert werden. Neben dem bundesweiten Mangel an gutausgebildeten Informatikern profitieren heute viele Industrien von den enormen Fortschritten in der Gamestechnologie. So werden in der Medizin beispielsweise bildgebende Verfahren genutzt, die ihren Ursprung in Spiele-Engines haben. Auch in der Robotik werden Erfahrungen und Technologien aus der Videospielindustrie – vor allem aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz – immer wichtiger.

Die Einrichtung dieses Studiengangs zeigt einmal mehr die zunehmende Relevanz der Videospielindustrie in Deutschland. Ich empfinde es als einen weiteren überaus wichtigen Schritt hin zur Etablierung einer deutschen Kreativwirtschaft, die auch auf dem internationalen Gamesmarkt eine größere Rolle spielen sollte.

Weitere Links zum Thema:

WEB: Studiengang Informatik: Games Engineering

WEB: Technische Universität München

WEB: Hochschule für Fernsehen und Film

Kommentare
  1. Peter sagt:

    Also ich persönlich finde, das es mehr Sinn macht, einen Master im Bereich Games Engineering anzubieten.

    Im Bachelorstudium sollte man erst einmal die Grundlagen der Informatik kennenlernen. Im Master kann man sich dann immer noch früh genung spezialisieren.

    1. Martin sagt:

      Hallo,

      ich kann Ihre Ansicht gut verstehen. Eine allgemeinere Grundlage ist mit Sicherheit in vielen akademischen Bereichen sinnvoll. Grundsätzlich begrüße ich es aber, dass verstärkt in diesem Bereich geforscht und auch ausgebildet wird.

      Beste Grüße
      Martin Lorber

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