veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2015

Neue Studie vorgestellt: „Moralische“ Entscheidungen in Computerspielen

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Über einen Filmhelden, der unmoralische Entscheidungen trifft, kann man sich als Zuschauer ärgern – ändern kann man die Situation nicht. In Romanen können die Gedankengänge eines Charakters sehr plastisch dargestellt werden – dennoch kann man sich immer nur hypothetisch fragen, wie man selbst in einer solchen Situation handeln würde. Videospiele, vor allem Rollenspiele, haben in den letzten Jahren immer bessere so genannte Moralsysteme entwickelt, die gute und böse Handlungen des Spielers erlauben und gleichzeitig die Konsequenzen der selbigen aufzeigen. Wie entscheiden sich Gamer? Welche Gedanken bewegen sie?

Um diesen Fragen nach moralischen Urteilen auf den Grund zu gehen, hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) eine Studie in Auftrag gegeben. Eine Auswertung von Spielaufzeichnungen und Let‘s Plays gibt Aufschlüsse darüber, welche moralischen Überlegungen während des Spielens angestellt werden. Anlässlich des „Safer Internet Days“ am 10. Februar wird Frau Prof. Dr. Manuela Pietraß die Ergebnisse in den Räumlichkeiten der BLM vorstellen. Im Anschluss diskutiert eine hochkarätig besetzte Runde das Thema.

Teilnehmer der Diskussion:

Jörg Friedrich, Develop Designer, Yager Development GmbH, Berlin (Spec Ops: The Line)

Prof. Dr. Jochen Koubek, Professor für Digitale Medien an der Universität Bayreuth

Prof. Dr. Manuela Pietraß, Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienbildung, Universität der Bundeswehr, München

Dr. Maximilian Schenk, Geschäftsführer des BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V., Berlin

Patrick Hoffmann, Student der Universität der Bundeswehr, München

Verena Weigand, Bereichsleiterin Medienkompetenz und Jugendschutz, Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), München

Ort:

Bayerische Landeszentrale für neue Medien

Heinrich-Lübke-Straße 27

81737 München

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