Der Medienpädagogische Forschungsverbu nd Südwest (mpfs) erstellt u. a. die miniKIM, die KIM Studie und die JIM Studie.
veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2015

miniKIM: Mediennutzung im Vorschulalter

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Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) leistet seit 15 Jahren einen wichtigen Beitrag zum Jugendmedienschutz. In der bundesweiten Studienreihe KIM (Kinder+Medien, Computer+Internet) sammelt der mpfs Daten zur Mediennutzung und Medienkompetenz von Kindern. Untersucht werden Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren in Deutschland. Um auch Kinder im Vorschulalter zu verstehen hat das mpfs die Studienreihe miniKIM ins Leben gerufen. miniKIM schaut sich die Lebenswelt von Kindern im Alter von 2-5 Jahren an.

Laut miniKIM haben Computerspiele geringe Bedeutung für Kinder im Vorschulalter

Die miniKIM-Studie zeigt: In der Lebenswelt der Kinder von 1 bis 5 Jahren spielen Computerspiele eine untergeordnete Rolle. Im Vorschulalter haben noch Bücher und TV die größte Bedeutung für die Kinder. Die befragten Haushalte sind voll ausgestattet mit Plattformen, um Computerspiele zu nutzen. Trotzdem Haben 84 Prozent der 2-5-jährigen noch keine Erfahrung mit Computerspielen gemacht. Die Bedeutung von Computerspielen nimmt in der Gruppe der 4-5 jährigen jedoch extrem zu. Jeder Fünfte nutzt min. einmal die Woche Computer- oder Videospiele.

miniKIM zeigt: Für Kinder im Vorschulalter haben Computerspiele nur eine geringe Bedeutung. Quelle: mpfs
miniKIM zeigt: Für Kinder im Vorschulalter haben Computerspiele nur eine geringe Bedeutung. Quelle: mpfs

Gemeinsames Spielen schafft Medienkompetenz

Wenn Computerspiele genutzt werden, dann zu gleichen Teilen alleine oder gemeinsam mit den Eltern. Ein gemeinsamer Aufbau von Medienkompetenz ist bei Kindern unerlässlich. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass sie zusammen mit ihren Kindern spielen. Die Kinder entwickeln eine eigene Medienkompetenz und können später besser mit Medieninhalten alleine gelassen werden.

Computerspiele mit kindgerechten Inhalten

Lobend möchte ich die Rolle der Eltern bei der Nutzung von Computerspielen erwähnen. Laut miniKIM-Studie spielen die Kinder fast ausschließlich Computerspiele ohne Altersbeschränkung, wie zum Beispiel „Die SIMS“ – so wie es sein sollte. Hier scheinen die Eltern ihrer Rolle als Partner bei der Entwicklung von Medienkompetenz gerecht zu werden. Spezielle Informationsseiten wie zum Beispiel spielbar.de bieten eine Übersicht zu Computerspielen für alle Altersklassen.

Laut miniKIM lassen Eltern ihre Kinder nur ungern alleine im Internet surfen. Quelle: mpfs
Laut miniKIM lassen Eltern ihre Kinder nur ungern alleine im Internet surfen. Quelle: mpfs

Mit Jugendschutzprogrammen surfen Kinder sicher im Internet

Die Nutzung des Internets durch Kinder im Vorschulalter wird von ihren Eltern kritisch gesehen. Fast 80 Prozent geben bei miniKIM an, dass Kinder nur mit installiertem Filterprogramm im Internet surfen sollten. Jugendschutzprogramme wie JusProg unterstützen Eltern dabei. Darüber hinaus sollten Eltern ihre Kinder in diesem Alter stets bei ihren ersten Schritten im Internet begleiten. So können Kinder in einer sicheren Umgebung ihre Medienkompetenz gemeinsam mit den Eltern entwickeln. Informationen für Eltern zum Thema Filterprogramme finden Eltern auf www.sicher-online-gehen.de.

Die gesamte „miniKIM-Studie“ finden Sie hier. Der mpfs stellt die Ergebnisse der Studie „miniKIM“ am 14. Juli im Rahmen einer Veranstaltung vor. Konkrete Informationen zu der Vorstellung der „miniKIM-Studie“ gibt es demnächst auf der Website des mpfs.