veröffentlicht von Martin Lorber am 11. November 2012

„Initiative Game Studies“ an der Ruhr-Universität Bochum

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Schon zu Beginn dieses Jahres hat an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) eine Gruppe Studierender die „Initiative Game Studies“ (IGS) ins Leben gerufen. Das Ziel dieser vornehmlich studentischen Initiative ist es, digitale Spiele als Gegenstand in den Fokus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zu rücken und die Game Studies an den verschiedenen Fakultäten der RUB zu etablieren. Gleichsam möchten sie in der Zusammenarbeit mit anderen Universitäten und Firmen aus der Gamesbranche den Austausch zwischen Theorie und Praxis voran treiben. Davon sollen Forschung, Lehre, Wirtschaft und Studierende gleichermaßen profitieren.

Zu diesem Zweck veranstaltet die Initiative einen regelmäßigen Stammtisch, bei dem sich Interessierte zu dem Thema Games Studies austauschen können. Dazu organisiert die IGS innerhalb des Masterstudiengangs ein Seminar. Dies soll den derzeitigen Status-Quo der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit digitalen Spielen abbilden, neue Entwicklungen diskutieren und den Studenten die Gelegenheit bieten, aktuelle Thesen auf konkrete Beispiele zu übertragen.

Eng mit dem Seminar verknüpft ist die Vortragsreihe „Thanks for Playing. Exkurse zum digitalen Spiel“, bei der Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zu dem Thema „Feedback“ referieren und die verschiedenen Facetten der Kommunikation zwischen Entwickler, Spiel, Spieler und Community beleuchten. Die vier Termine umfassende Veranstaltung hatte vor Kurzem ihren Auftakt. Xenia Hartleb, Lead Game Designerin bei Ubisoft Blue Byte führte die Anwesenden in die Welt des Gamedesigns ein und erklärte wichtige Feedbackmechanismen in Computer- und Videospielen. Bis die Veranstaltung im Januar des kommenden Jahres zu einem Abschluss gebracht wird, werden noch drei weitere Referenten spannende Themen präsentieren. Neben den renommierten Games-Forschern Prof. Dr. Rolf F. Nohr, Hochschule für bildende Künste in Braunschweig, und Prof. Dr. Karin Wenz, Universität Maastricht, ist auch Ibrahim Mazari, Leiter der Kompetenzgruppe Games beim Internetverband eco, mit von der Partie.

Die Einstellung der Studierenden an der Ruhr-Universität Bochum kann man nur loben. Schon öfter zeigte ich hier auf dem Blog die Notwendigkeit einer starken Gamesbranche in Deutschland auf. Initiativen wie die hier Vorgestellte sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg dahin.

Blog: Neue PwC-Studie: Videogames in Deutschland

Blog: „Le Game“: Eine eigene Marke für Frankreichs Computer- und Videospielindustrie

Web: Website der „Initiative Game Studies“

Web: Facebookauftritt der „Initiative Game Studies“

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