veröffentlicht von Martin Lorber am 06. Juni 2013

Hardcore Gamer mit besseren visuellen Fähigkeiten

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Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt einmal mehr, dass Videospiele die verschiedensten motorischen und kognitiven Fähigkeiten fördern können. Seien es die blitzschnellen Reflexe der Spieler von Actiontiteln oder das analytische und operative Denken von Fans der Echtzeitstrategie. So sehr anspruchsvolle Games die Nutzer fordern, genauso fördern sie aber auch Fähigkeiten, die notwendig sind sie zu meistern.

Die Autoren, der im renommierten Fachblatt “Attention, Perception & Psychophysics“ erschienenen Studie, kommen zu dem Schluss, dass Spieler actionhaltiger Genres, wie Action-Adventures, Rennspiele oder Shooter, eine verbesserte visuelle Aufnahmefähigkeit haben. Im vorliegenden Experiment äußert sich diese Verbesserung dadurch, dass sie zutreffende Schlussfolgerungen und Entscheidungen nur aufgrund weniger visueller Informationen ziehen können. Diese werden in Bruchteilen von Sekunden erfasst und schneller als Durchschnittlich verarbeitet.

Ziel des Experiments: Die Identifizierung eines einzelnen Buchstabens. Innerhalb einer hundertstel Sekunde blitzte auf einem Monitor eine Vielzahl verschiedener Buchstaben auf. Fast zu schnell um das Gesehene bewusst zu verarbeiten. Danach zeigte ein Pfeil auf die Stelle, wo sich der gesuchte Buchstabe befand. Gamer übertrafen bei der Identifizierung der gesuchten Buchstaben die Nicht-Spieler deutlich.

Welche körperliche Eigenschaft nun genau zu diesem Ergebnis führt, können die Forscher noch nicht feststellen. Bei der Fähigkeit, sich visuelle Informationen zu merken, konnte dieses Experiment nicht zeigen, dass Unterschiede zwischen Spielern und Nicht-Spielern besteht. Ihrer Vermutung nach, ist es möglich, dass Spieler visuelle Informationen schneller entdecken können oder schlicht und ergreifend weniger visuelle Informationen benötigen, um qualifizierter Raten zu können. Sicherlich können wir uns hierzu in naher Zukunft auf eine Folgestudie freuen, die diese Fragen hoffentlich beantworten kann.

Die vorliegende Studie unterstützt mit ihrem Ergebnis die Theorien und Ergebnisse anerkannter Kognitionsforscher, wie Daphne Bavelier, die Computerspielen positive Eigenschaften zuweisen. Das Spielen von Videospielen soll uns dabei helfen, schneller zu lernen, uns besser zu konzentrieren und Multitasking fördern. Wer sich weiter über die Hintergründe dieser Thesen informieren möchte, sollte sich das folgende Video mit einem Vortrag von Daphne Bavelier anschauen.

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