veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2013

Games For Change nun auch in Europa

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Das Medium Spiel ist schon lange über den Status eines reinen Unterhaltungsmediums hinausgewachsen. Neben den unterhaltenden Spielen etablieren sich immer mehr Anwendungen in ganz anderen gesellschaftlichen Bereichen. Als Beispiele kann man hier Spiele nennen, die zur Vermittlung von Bildungsinhalten oder für therapeutische Zwecke genutzt werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein Pionier dieser Entwicklung war und ist die vor fast 10 Jahren gegründete Organisation Games For Change. Diese hat nun einen Ableger in Europa gegründet, der zu diesem Anlass eine hochkarätig besetzte Eröffnungskonferenz in Köln veranstaltet. Bereits am kommenden Montag den 08. April 2013 ist es in den Räumlichkeiten des Cologne Game Lab an der Fachhochschule Köln so weit.

Das Thema der Veranstaltung: Können digitale Spiele soziale Themen packend vermitteln und so zu einem gesellschaftlichen Wandel beitragen? Zu dieser Fragestellung und den entsprechenden Geschäftsmodellen diskutieren internationale Experten aus der Gamesbranche und der Forschung mit dem Publikum. Man kann gespannt sein, wie das Potential von Games eingeschätzt wird, eine Brücke zwischen dem Spielerlebnis und der Alltagsrealität zu schlagen. Zu den namhaften Gästen zählen unter anderen Asi Burak, Co-Präsident von Games For Change USA, Guido Doublet, Geschäftsführer der Takomat GmbH und Susana Ruiz, Gamedesignerin und Lehrbeauftragte an der Universität Southern California USA.

Das Game For Change Projekt fördert seit seinem Bestehen die Forschung und die Entwicklung von so genannten Social Impact Games. Diese sollen im Unterschied zu Serious Games nicht nur Lerninhalte vermitteln, sondern die Welt der Spiele kreativ und wirkungsorientiert mit der sozialen Wirklichkeit verknüpfen. Gerade jungen Menschen soll so eine Zielgruppen-gemäße Auseinandersetzung mit humanitären, ökologischen und politischen Themen geboten werden. Gerade für Deutschland sehen die Organisatoren hier ein großes Potential. Um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen, ist eine geringe technische Einstiegshürde wichtig. Browsergames, und hier nimmt Deutschland eine führende Rolle ein, eignen sich somit ganz besonders zum Transport der Medieninhalte.

Weitere Informationen und die Möglichkeit sich für die Konferenz anzumelden finden Sie hier: http://colognegamelab.de/news.php?postid=51

Weitere Links zum Thema:

Blog: Serious Games: E2010 – Power to Energetika

Blog: Kreide, Tafel und Buch vs. Games – Digitale Medien in der Schule

Web: Website Games for Change USA

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