veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2015

DiGRA 2015 in Lüneburg

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Nach der Gamesweek in Berlin findet in den kommenden Tagen noch eine weitere große, international bedeutsame Veranstaltung in Deutschland statt. 2015 feiert die DiGRA ihre Premiere in Deutschland. Die Fachkonferenz befasst sich mit den Herausforderungen an die Game Studies in Zeiten eines Wandels der Spielkultur. Veranstaltungsort ist vom 14.-17. Mai die Leuphana Universität in Lüneburg.

Fachkonferenz zur Spieleforschung

Die im Jahresrhythmus stattfindende DiGRA-Konferenz ist das Aushängeschild des internationalen Verbands „Digital Games Research Association“ (DiGRA). Neben der Clash of Realities, lädt sie seit 2011 als eine der weltweit größten Konferenzen der Spieleforschung zum wissenschaftlichen Austausch ein. Lüneburg reiht sich damit in solch illustre Gesellschaft wie London, Tokio und Stockholm ein. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter 250 bis 300 internationale Teilnehmer. Darunter Spieleforscher, Game Designer und -entwickler, Studierende, regionale Unternehmen und weiteres interessiertes Fachpublikum.

Diversität der digitalen Spielkultur als Thema

Unter dem Titel „Diversity of Play: Games – Cultures – Identities“ befasst sich die Konferenz mit aktuellen Fragestellungen der Spieleforschung. Unter den Begriffen Computerspiele oder digitale Spielkultur werden inzwischen ganz unterschiedliche Medienformen und -praktiken zusammengefasst. DiGRA2015 setzt den Fokus auf die Erforschung dieser Spieltypen und Spiele. Wie lässt sich dieser Vielfalt gerecht werden und gleichzeitig eine sinnvolle Kategorisierung finden? Was bedeutet es in diesem Zusammenhang Spieler zu sein – welche Identitäten bilden sich durch die neuen Spielformen?

Weltweit aktiver Forschungsverbund zu digitalen Spielen

DiGRA ist der international führende Verband der wissenschaftlichen Forschung zu digitalen Spielen. Seit seiner Gründung 2003 fördert der Verband die professionelle Arbeit im Forschungsfeld. Auch die länderübergreifende Zusammenarbeit und Verbreitung der wissenschaftlichen Arbeiten und Ergebnisse hat sich DiGRA auf die Fahne geschrieben. DiGRA ist weltweit aktiv und vereint Akademiker und Spezialisten aus der Gamesbranche der neun Untervereine in Amerika, Europa, Asien und Australien.

Lüneburg wichtiger Standort in der Spieleforschung

Die Entscheidung für Lüneburg als Veranstaltungsort hat gute Gründe. Das an der Leuphana Universität Lüneburg angesiedelte Centre for Digital Cultures (CDC) vereint zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum Thema digitaler Wandel. Internationale Wissenschaftler, Unternehmer wie Künstler treten hier in Austausch, um gemeinsam den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Ebenfalls am CDC ansässig: Das Gamification Lab, Teil des Forschungsprojektes Art and Civic Media im Innovations-Inkubator Lüneburg.

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